| Vorwort
Senioren
sind "im Trend", Hamburg besinnt sich immer mehr auf den hohen
Anteil seiner Senioren und Seniorinnen und auch wir wollen ihnen heute
einen Teil unserer Zeitung widmen.
Die demografische Entwicklung der Bevölkerung mit einem Anteil
von beinahe 20% über 65-Jährigen versetzt manchen in Sorge
in Hinblick auf die Rentenentwicklung und den Mangel an jüngeren
Arbeitskräften, gibt aber auch Anlass zum Nachdenken über
bessere Integration älterer Mitmenschen ins gesellschaftliche Leben
und mehr Angebote, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
Wir haben
uns umgesehen im Stadtteil und festgestellt, dass Barmbek einiges zu
bieten hat.
Im Juni fand die Dulsberger Seniorenmesse statt, organisiert vom Dulsberger
Stadtteilbüro, auf der sich viele Einrichtungen und Dienstleister
mit Angeboten für Ältere vorgestellt haben.
Im
August zur Aktionswoche "Älter werden in Hamburg" beteiligten
sich auch Vereine, Einrichtungen und Initiativen aus Barmbek und Umgebung
an den mehr als 280 Veranstaltungen und Schnupperangeboten, die hamburgweit
aufmerksam machen sollten auf das große, bereits vorhandene Spektrum.
Selbsthilfegruppen und selbst organisierte Senioreninitiativen waren
ebenfalls vertreten.
In dieser Ausgabe der BaSta sollen Beratungs- und Wohnangebote sowie
Einrichtungen vorgestellt werden, die sich im Stadtteil Barmbek Süd
und der näheren Umgebung engagieren. Hinzu kommen einige ergänzende
Informationen und Adressen, die für Belange unserer älteren
Mitbürgerinnen und Mitbürger interessant sind.
In der
nächsten Ausgabe soll der Bereich Pflege näher dargestellt
werden. Sollte dieses Thema für Sie dringend sein und Ihnen ein
Internetanschluss zur Verfügung stehen, können wir die Adresse
http://www.hilfe-und-pflege-im-alter.de sehr empfehlen.
Doch nicht
alle Senioren sind auf Hilfen und Beratungen angewiesen, viele sind
höchst aktiv, beraten selber, engagieren sich in Vereinen oder
ehrenamtlicher Arbeit - ihr Einsatz ist unverzichtbar für den Stadtteil
und für die Gesellschaft in diesem Land.
Die
Redakteure der BaSta würde sich freuen über Erfahrensberichte.
Schreiben Sie uns! Die Nächste Ausgabe soll im Dezember erscheinen,
vielleicht können wir dann Ihren Artikel oder Ihren Leserbrief
abdrucken?
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen wunderschönen
Herbst!
Ihr BaSta-Redaktionsteam
Kurzmeldungen
für Barmbek
T.R.U.D.E.
jetzt auch als Restaurant
In einem historischen Gebäude der ehemaligen New-York Hamburger
Gummi-Waaren Compagnie an der Maurienstraße befindet sich jetzt
neben dem Museum der Arbeit ein neues Restaurant mit 280 Sitzplätzen.
Bei warmem Wetter können die Gäste auch draußen sitzen
mit Blick auf den Osterbek-kanal und Taufpatin T.R.U.D.E 1, die größte
Schildvortriebsmaschine der Welt, die für den Bau des Elbtunnels
eingesetzt und später vom Museum hier aufgestellt wurde.
Es gibt deutsche Küche mit interessanten Gerichten, die für
Nordlichter durchaus exotisch wirken. Schmackhaft und zu moderaten Preisen,
auch ein preiswerter Mittagstisch wird angeboten. Geöffnet täglich
ab 11 Uhr.

Museumsdampfer
Bis Sonntag, 23. Oktober, fährt zwischen Jungfernstieg und Barmbek
jeden Samstag, Sonntag und Feiertag die "St. Georg", ein Alsterdampfer
mit richtigem Dampfantrieb.
Fahrkarten sind nur an Bord erhältlich. Kosten: Erw. 6,- Euro (5,-
EUR für Museumsbesucher), Senioren 4,40 Euro für einfache
Fahrt. Fahrpreise für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre fallen
auf der Alster-Museumslinie des Vereins Alsterdampfschiffahrt weg. Damit
möchte der Verein zur kulturellen Förderung von Kindern in
Hamburg beitragen. Die Aktion läuft drei Jahre lang.
Weitere Infos: www.alsterdampfer.de
oder Tel. 792 25 99, auch Reservierungen für Gruppen und Sonderfahrten
möglich.

Selber
Drucken!
Jeden Montag
von 18.00 bis 21.00 Uhr (nicht an Feiertagen) erhalten Besucher/innen
des Museums der Arbeit in der Maurienstraße Gelegenheit, sich
von ehrenamtlichen Museumsmitarbeitern - Alten Hasen des
Graphischen Gewerbes - eine Anleitung zur Herstellung kleiner Drucksachen
vermitteln zu lassen. Im Handsatz und Buchdruck und können Sie
dann selbständig eigene Projekte erstellen. Anmeldungen sind nicht
erforderlich.

Fahndung
nach Bankräubern
Am Freitag,
den 23. September ist die Hamburger Bank in der Hamburger Straße
überfallen worden. Drei Angestellte wollten gerade die Türen
schließen und Feierabend machen, als sie von zwei bewaffneten,
mit schwarzen Mützen getarnten Tätern zurück in den Schalterraum
gedrängt wurden. Einer von ihnen wurde gezwungen, den Tresorraum
zu öffnen und dann mit den Kollegen an Stühle und Tische gefesselt.
Nachdem die Täter mit einer Beute von 11.700 Euro entkommen konnten,
war es einer der Angestellten gelungen, die Polizei per Handy zu rufen.
Die Ermittler
tappen im Dunkeln. Hat jemand etwas beobachtet? Zeugenaussagen nimmt
das Landeskriminalamt unter 4286 - 567 89 entgegen.

Kurzmeldungen
für Senior/innen:
Broschüre: Wohnen für Behinderte
Die Landesarbeitsgemeinschaft
für behinderte Menschen e.V. (LAG) und das Beratungszentrum für
technische Hilfen und Wohnraumanpassung/ Barrierefrei Leben e.V. in
der Richardstraße (sh. S.12) haben zusammen mit VertreterInnen
der Sozialbehörde und Sozialämter der Bezirke die umfangreiche
Broschüre Wege zum barrierefreien Wohnraum in Hamburg
überarbeitet und neu aufgelegt.
Informiert wird über Möglichkeiten der Beschaffung oder des
Umbaus von Wohnraum für Menschen im Rollstuhl und mit anderen Behinderungen.
Enthalten sind auch Informationen über Finanzierungswege und eine
Umfangreiche Adressenliste aller zuständigen Ämter und Behörden,
Beratungsstellen und weitere nützliche Informationsquellen.
Die Broschüre wird in Bezirks- und Ortsämtern auserhältlich
sein und kann - auch in größeren Mengen - direkt abgeholt
oder gegen Porto bestellt werden bei:
Hamburger
Landesarbeitsgemeinschaft
für behinderte Menschen e.V. (LAG)
Richardstraße 42, 22081 Hamburg
Tel.: 040 - 29 99 56 66, Fax: 040 - 29 36 01
e-mail: post@lagh-hamburg.de
homepage: www.lagh-hamburg.de

VHS-Kurse
im Winterhalbjahr
Die ersten
Kurse haben bereits im August begonnen, doch in vielen weiteren Angeboten
mit späterem Starttermin sind noch Plätze frei.
Das Programm der Hamburger Volkshochschule ist in Buchform in allen
Buch- und Zeitschriftenhandlungen oder Bücherhallen zu erwerben,
aber auch im Internet abzurufen.
Auch spezielle Kurse für Ältere und SeniorInnen sind wieder
dabei, z.B. im Bereich Gesellschaft und Politik sind ebenfalls enthalten.
Einige
Beispiele:
-
Handykurs
für SeniorInnen
-
Gedächtnistraining
mit Spaß und Spiel
-
Schreibworkshop
Meine Geschichten
-
Stadtexkursionen
am Vormittag
-
Gesundheitstraining
für Krebsbetroffene
-
Rehasport
bei Osteoporose
-
Schnupperkurs
Musiktherapie
Kontakt:
Hamburger Volkshochschule
Stadtbereich Nord
Wiesendamm 22 b, 22305 HH
Tel: 42832 - 2034, Fax: - 2044
e-mail: nord@vhs-hamburg.de
Homepage: www.vhs-hamburg.de

Patiententelefon
Rat und
Hilfe für Patientinnen und Patienten - die PatientenInitiative
e. V. informiert und berät auch telefonisch, aktiviert zu Selbstbestimmung
und Eigeninitiative und trägt mit ihren Projekten zur Qualitätsverbesserung
gesundheitlicher Dienstleistungen bei.
Beratungsthemen und Angebote:
- Patientenrechte
, Orientierungshilfe im Hamburger Gesundheitswesen
- Hilfe,
um eine informierte Wahl zu treffen
- Transparenz
im Gesundheitswesen
- Veranstaltungen,
PatientenZeitung und Informationsbroschüren
Die PatientenInitiative
e. V. erhält für Ihre allgemeinen Beratungsangebote keine
Zuwendungen. In der Beratungsstelle werden Information, Beratung und
individuelle Unterstützung in allen Patientenangelegenheiten geboten.
Das Angebot richtet sich an vorrangig an Hamburger Bürgerinnen
und Bürger, bei Anfragen aus anderen Bundesländern erhalten
Sie Hilfe, die richtige Anlaufstelle zu finden.
PatientenInitiative
e.V. Hamburg
Moorfuhrtweg 9 e, 22301 Hamburg
Tel. 040/279 64 65, Fax 040/278 777 18
E-Mail: info@patienteninitiative.de
Sprechzeiten: Mo + Do 10 - 12 Uhr, Di + Mi 14 - 16 Uhr
Persönl. Beratungsgespräche telefonisch vereinbaren.

Senioren
und Steuern
Die neue Broschüre ist zu beziehen gegen einen frankierten Rückumschlag
im DIN A 5-Format (freigemacht mit 1,44 Euro) beim
Bund
der Steuerzahler Berlin e. V.,
Lepsiusstr. 110, 12165 Berlin
Homepage: www.steuerzahler-berlin.de
ed
BARMBINI
- die Kinderseite
Kinderreporterin Alina:
Liebe Kinder,
viele von euch waren in den Ferien vereist: mit dem Schiff, Flugzeug,
Auto, Fahrrad. Viele von euch sind sicher auch zuhause geblieben, aber
alle hatten doch Spaß oder? Ich glaube schon! Falls ihr euch dennoch
mal langweilt, habe ich ein paar Büchertipps für euch, auch
in der Bücherhalle erhältlich:
- Anne
heckt was aus von Frauke Nahrung, ab 8 Jahre, Verlag: Das kunterbunte
Nilpferd
- Briefe
einer Lügnerin und ihres Hundes von Gennifer Choldenko, ab 9
Jahre, Altberliner Verlag
- Zwei
Zicken voll verleibt von Hennriette Wich, ab 10 Jahre, Verlag: Klopp
- Zottelkralle
von Corneleia Funke, ab 7 Jahre, Verlag: Dressler
- La-Ola:
die Miniweltmeisterschaft von Herbert Friedmann, Verlag: Keble bei
Herder
- Der
weiße Stein von Gummel Linde, ab 10 Jahre, Verlag: Gerstenberg
- Die
Kinder des Dschinn von P.B. Kerr, ab 10 Jahre, Verlag: Oetinger
- Die
wilden Hühner (5 Bücher) von Cornelia Funke, ab 8 Jahre,
Verlag: Dressler
Oft gibt
es Situationen, in den ihr euch nicht einigen könnt, wer bei einem
Spiel anfangen darf oder bei irgendetwas dran ist. Dafür ein paar
Abzählreime:
- Ich
und Du, Müllers Kuh, Müllers Esel das bist du.
- Eins,
zwei, drei, Butter in den Brei, Salz auf den Speck und du bist weg.
- Eins,
zwei, drei, alt ist nicht neu, neu ist nicht alt, heiß ist nicht
kalt, kalt ist nicht heiß, schwarz ist nicht weiß, hier
ist nicht dort, du musst jetzt fort.
- Ene,
bene, subtrahene, divi, davi, domina, ene, bene, bu und raus bist
du!
- Eins,
zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, eine alte Frau kocht Rüben,
eine alte Frau kocht Speck und du bist weg.
- Hexe
Minka, kalter Pinka, Vogel Fu und raus bist du.
- Ritze,
Ratze, Ochsenwagen, der Bauer muss den Ochsen tragen, der Ochs ist
eine Kuh und raus bist du.
Nun möchte
ich noch ein paar Rätsel stellen:
- Bin
kein Mensch, doch spreche ich. Bunte Federn schmücken mich. Könnt
ihr sagen wer ich sei?
- Er rattert
und knattert, er muckelt und zuckelt, fährt runter und rauf,
der Bauer sitzt drauf.
- Wer
fängt die Maus mit einem Satze, das ist unsere schlaue...
- Er hat
nur einen Fuß, auf dem er stehen muss. Seine Krone braucht viel
Raum das ist ein....
- Ach,
ach, ach. Wer läuft mir immer nach? Ist ein kleiner schwarzer
Mann, der ohne mich nicht laufen kann
Oder wollt
ihr es mit ein paar Zungenbrechern versuchen?
- Blaukraut
bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid.
- Es klapperten
die Klapperschlangen bis ihre Klapper schlapper klangen,
- Schneider
schnell die schönen Schnallen an die Schuhe.
- Guck
mal wie der Kuckuck guckt, wenn die Amsel schwuppdiwupp übern
Zaun den Kirschkern spuckt.
Bis
zum Nächstenmal!
Eure Kinderreporterin Alina Steinborn
Nachahmer
gesucht!
Am 28. August 2005 fand zum zweiten Mal in diesem Jahr der große
Flohmarkt des Kulturhaus Dehnhaide auf unserem schönen Wochenmarktplatz
Vogelweide statt. Kinderreporterin Alina, 11 Jahre hatte diesmal die
Idee, sich ehrenamtlich daran zu beteiligen. Am Tag vorher bereitete
sie zusammen mit ihrer Schwester Lisann (8 Jahre) viel Teig vor, insgesamt
mussten sie 7 x die Zutaten zusammenrühren. Am Sonntag stand sie
während des gesamten Flohmarktes von 11-16 Uhr am Waffeleisen,
um leckere Waffeln herzustellen. Damit nahm sie ca. 70 Euro ein. Dieses
Geld spendete sie dem Kulturhaus. Sie möchte damit den Aufbau der
Kinderkultur im Stadtteil unterstützen.
(Die Redaktion)

Der
Basteltip: Steine bemalen
An einem der letzten schönen Wochenenden bin ich an der Ostsee
gewesen, dort, wo so viele schöne, runde und glatte Steine am Wasser
liegen und darauf warten, eingesammelt zu werden.
Das hat mich auf eine Idee gebracht: in dieser BaSta will ich mit euch
Steine bemalen!
Zuerst werden die Steine in Seifenwasser mit einer Bürste gesäubert
und gut abgetrocknet.
Für die weiteren Arbeitsschritte brauchen wir: einen Tuschkasten
oder Plakafarben, Pinsel, Filzstifte, evtl. Klarlack und eine alte Zeitung
zum Drunterlegen.
 |
Mit
einem Bleistift können die Konturen der späteren Muster
oder Motive vorgezeichnet und anschließend mit Pinsel und
Farben oder mit bunten Filzstiften ausgefüllt werden.
Die Abbildungen hier sind sind nur kleine Anregungen, die ich für
euch herausgesucht habe. Bestimmt habt ihr selber viele tolle Ideen!
|
Um
die Farben anschließend zu schützen, könnt ihr sie nach
dem Trocknen mit farblosem Lack überstreichen. Die kleinen Kunstwerke
geben gute Briefbeschwerer ab, auch zum Verschenken. Ich wünsche
euch viel Freude bei der Herstellung! Eure Bastelhexe 
Autonärrin
oder: Kollisionen
Bereits mit zwei Jahren liebte Clara Autos: zunächst ihr Bobby-Car.
Damit raste sie in der Wohnung um und an die Ecken, woran heute noch
die zerschrammten Türpfosten und Tischbeine erinnern. Eigentlich
schade, dass Kinder noch keine Führerscheine machen dürfen,
seufzte ich ein ums andere Mal und mahnte zur Besonnenheit.
Wenn wir einkaufen gingen, steuerte sie zielsicher die Kaufhäuser
an, vor denen kleine Kinder auf Pferden, Booten oder auch Autos durchgerüttelt
wurden. Egal, wie eilig wir es hatten, an einer Rüttelrunde ging
kein Weg vorbei. (Dabei trieb Clara ihr Gefährt energisch an
und wurde ungeduldig, wenn es weiterhin monoton die immer gleichen langweiligen
Schaukelbewegungen vollführte immer nur hin und her und
nie voran.) Als ich einmal kein Kleingeld dabei hatte und der Plastik-Ferrari
verstockt stehen blieb, ähnelte sie sehr ihrem Vater: schimpfte
mit dem Ding als hätte es ne Seele.
Einmal
ging ich mit meiner Dreieinhalbjährigen auf den Dom. (Sie an den
Autoscootern zum nächsten Karussell vorbei zu lotsen war schlichtweg
nicht möglich.) Spannender, als in einem Feuerwehrwagen mit Glocke
am Band im Kreis zu fahren fand sie die Bumsautos, die sich
gerne mal ineinander verkeilen, weil vor Vergnügen kreischende
Halbstarke immer wieder in den Pulk steuerten. Fast wäre
sie auf den Parcours gerannt um bei so einem starken Typen einzusteigen.
Ich wies zur Abschreckung auf einen kleinen Jungen, der heulend mit
seinem Vater aus einem dieser Wagen taumelte. Doch das beeindruckte
Clara nicht wesentlich. Der ist bestimmt nur müde,
erklärte sie und schlug auch meinen Hinweis in den Wind, dass derart
gefährliche Fahrten für Dreieinhalbjährige sowieso verboten
sind. Kleine Kinder haben doch auch noch keinen Führerschein,
versuchte ich sie mit einer bemühten Erklärung zu beruhigen.
Zwecklos. Heulend stand sie eine halbe Stunde vor der Bude und schrie
immer wieder: Ich kann das, ich kann das! Das Feuerwehrauto
drehte an diesem Tag ohne Clara seine Runden die Bumsautos allerdings
auch.
Aber sind
Kinder wirklich die schlechteren Autofahrer? Neulich beobachteten wir
einen Porschefahrer dabei, wie er sich in eine Parklücke mühte
und dabei seine Zierbleche am Kantstein wund schabte. Ein Fall für
Autonärrin Clara! Der Fahrer gab immer noch keine Ruhe und schaffte
es schließlich trotz der etwa drei Meter klaffenden Lücke,
mit seinem feinen Flitzer ein Verkehrsschild zu rammen. Aber es war
ja nur ein Fußgängerübergangsschild. Warum macht
der das? fragte meine Tochter, die den Sachverhalt ernsthaft aufklären
wollte. Ach, der kann nicht Auto fahren, murmelte ich vor
mich hin. Inzwischen war ein weißhaariger Dandy mit Gehstock ausgestiegen.
Clara zeigte auf ihn und sagte nicht gerade gedämpft: Und
wieso kann der alte Mann kein Auto fahren, der hat doch schon einen
Führerschein?
Claudia Falk
S E N I O R E N S P E C I A L
Das
Haus am Kanal
Es fing
an mit einer Tagespflegestation, die neue Räume brauchte.
Der Trägerverein Alter und Pflege e.V. in Dulsberg
suchte ein Grundstück im Stadtteil, um ein eigenes Haus zu bauen
und verschiedene Angebote unter einem Dach zu vereinen.
Entstanden ist das Haus am Kanal in der Krausestraße, ein bisher
bundesweit einmaliges Projekt, unterstützt von der Stadt Hamburg
und dem Bundesministerium für Familie und Soziales.
Tagespflege
Im Erdgeschoss befindet sich das feste Angebot der Tagespflege für
ältere Menschen, die tagsüber nicht allein sein sollten und
Betreuung brauchen. Sie werden am Morgen mit einem Bus abgeholt und
am Abend wieder nach Hause gebracht.
Manche sind alleinstehend und haben tagsüber die Gesellschaft,
die ihnen zu Hause fehlt. Andere werden von Partnern oder Kindern betreut,
die aber auch noch anderen Aufgaben nachgehen müssen und an einigen
Tagen der Woche ihre Angehörigen hier gut versorgt wissen.
Der Trägerverein ist Vertragspartner der Pflegekassen und der Behörde
für Soziales und Familie, die bei anerkannter Pflegebedürftigkeit
einen Teil der Kosten übernehmen.
Kontakt:
Alter und Pflege e.V.
Krausestraße 23, 22049 Hamburg
Telefon 63 64 47 33, Herr Sippel: 63 20 15 24
eMail: info@alterundpflege.de
Homepage: www.alterundpflege.de
Wohngemeinschaft
In Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Hamburger Gesundheitshilfe
e.V. entstand im ersten Obergeschoss eine Wohngemeinschaft für
7 demenzkranken ältere Menschen aus dem Stadtteil. 6 Frauen und
ein Mann leben nun hier, jeweils in eigenen Zimmern mit vertrauten Möbeln.
Ein großer Gemeinschaftsraum wird als Wohn- und Esszimmer von
allen genutzt, auch eine Katze gehört zum gemeinsamen Haushalt,
die durchaus therapeutische Aufgaben wahrnimmt.
4 Betreuerinnen und verschiedene ehrenamtliche Helfer/innen stehen für
die ambulante Versorgung rund um die Uhr zur Verfügung, die enge
Zusammenarbeit mit den Angehörigen der Bewohner/innen ist ein Schwerpunkt
des Projekts.
Angesichts der steigenden Zahl der Demenz- und Alzheimererkrankungen
ein echtes Zukunftsmodell.
Die Hamburger
Gesundheitshilfe e.V. hat eine Geschäftsstelle in Dulsberg. Hier
können Sie Ansprechpartner finden zu Fragen, die Demenz- oder Alzheimererkrankungen
oder Kostenerstattungen für die Unterbringung betreffen, Rat einholen
und auch Kontakt zur Angehörigengruppe aufnehmen.
Anschrift:
Hamburger Gesundheitshilfe e.V.
Straßburger Platz 5, 22049 Hamburg
Tel.: 693 10 11, Fax: 693 60 17
Hauptgeschäftsstelle:
Hamburger Gesundheitshilfe e.V.
Wandsbeker Chaussee 8 · 22089 Hamburg
Telefon: 20 98 82 - 0 · Fax: 20 88 03
e-mail: mail@hamburger-gesundheitshilfe.de
Homepage: www.hamburger-gesundheitshilfe.de
Wohnalternative
Im 2. - 4. Obergeschoss haben ältere Menschen zwischen 62 und 84
Jahren für sich eine Alternative zum Alleinleben und -wohnen im
Alter realisiert. Auch hier ging es zunächst um ein Angebot für
Senior/innen aus dem Stadtteil, doch von der ursprünglich größeren
Interessent/innengruppe sind nur wenige dabei geblieben, vielleicht
lag es an der langen Planungs- und Wartezeit. Die Gruppe hat sich viele
Gedanken um das Wohnen im Alter gemacht, andere, bereits bestehende
Projekte besucht und gemeinsam Ziele für das Zusammenleben formuliert.
Über Zeitungsinserate fanden sich aber schnell weitere Interessierte
aus Hamburg und Umgebung, seit Anfang 2004 leben 11 alleinstehende Frauen,
4 Männer und ein Paar in selbstbestimmter Hausgemeinschaft nach
dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe und mit der Möglichkeit, spontane
und geplante Unternehmungen mit den Nachbarn zu begehen.
Alle Bewohner haben jeweils eigene, altengerecht geplante Wohnungen,
die pro Geschoss an erweiterten Gemeinschaftsfluren liegen - Flächen,
die mit Tischen und Stühlen ausgestattet sind und als Treffpunkte
dienen für gemeinsames Kartenspielen, Klönen und andere Aktivitäten.
Inzwischen gibt es auch einen Computer und mehrere Bewohner/innen nehmen
an Kursen teil, um dieses Medium ausgiebig nutzen zu können.
Die
Wohnungen sind in zwei Geschossen für Menschen mit niedrigen Renten
vorgesehen, die Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und geförderte
Mieten haben (ehem. §5-Schein). In den übrigen Wohnungen liegen
die Mieten höher.
Träger und Vermieter des Projekts ist der Verein Alter und Pflege
e.V., die Verwaltung wurde von der nahe gelegenen Kösterstiftung
übernommen.
Ansprechpartner:
Herr Wieking, Telefon 28 05 81 93
ed

Die
Kösterstiftung
Für
Barmbeker/innen, die ihre Selbständigkeit im Alter so lange wie möglich
aufrecht erhalten möchten, aber Sicherheit wollen für Zeiten,
in denen Hilfe benötigt wird:die Kösterstiftung am Amalie-Dietrich-Stieg
/ Nordschleswiger Straße bietet betreutes Wohnen an in einer Wohnanlage
mit Tradition. Die Preise orientieren sich an kleineren Renten und Pensionen,
für den Einzug ist ein Wohnbe-rechtigungsschein erforderlich, der
beim Wohnungsamt beantragt werden kann.
Die ersten
Häuser der Stiftung wurden bereits vor ca. 80 Jahren errichtet,
ein Neubau mit 1-Zimmer-Appartements kam später hinzu.
Zur Zeit werden alle alten Wohnungen in drei Bauabschnitten modernisiert,
es entstehen komfortable, altengerechte und barrierefreie 2-Zimmer-Wohnungen
mit geräumigen Bädern und Küchen für 1-2 Personen
ab 400 Euro Miete inkl. Nebenkosten, Heizung und Betreuungspauschale.
Alle Häuser
haben einen Fahrstuhl, alle Wohnungen einen Keller und Balkon und Räume
zur Straßenseite sowie zum ruhigen Innenhof gelegen. Eine Notrufanlage
ist rund um die Uhr besetzt. Geboten werden auch ein Mittagstisch und
ein gerade fertig
gestelltes Café mit Sonnenterrasse, das auch für Besucher
täglich nachmittags geöffnet hat - eine gute Gelegenheit,
die Anlage kennenzulernen.
Bewohner/innen können auch am Gemeinschaftsleben teilnehmen, es
gibt ein umfangreiches Kurs- und Veranstaltungsprogramm, ein Internet-Café,
eine Bücherei und Feierräume.
Auch Stadtteilbewohner/innen
aus der Umgebung wird etwas geboten: mit der Kösterclubkarte für
Menschen ab 55 (12,50 Euro monatlich) können Sie die Angebote in
der Stiftung nutzen, Veranstaltungen vergünstigt besuchen und sich
einmal monatlich mit dem Pendelbus abholen und bringen lassen.
Wer sich interessiert, erhält unverbindlich ausführliche Information
und Beratung, es werden auch Wohnungsbesichtigungen durchgeführt.
Beratung in allen Behördenfragen gehört gehört ebenfalls
zum Angebot.
ed
Kontakt:
Köster-Stiftung
Amalie-Dietrich-Stieg 2, 22305 Hamburg
Telefon: 69 70 62 -0, Fax: 69 70 62 99
eMail: info@koester-stiftung.de
Homepage: www.koesterstiftung.de

Weitere
Seniorenwohnanlagen in Barmbek Süd und Dulsberg:
pflegen & wohnen
Pflegezentrum und Betreutes Wohnen
Oberaltenallee
Finkenau 19
22081 Hamburg
Tel. 040/2022-3445
Seniorenwohnanlage
Kiefhörn
Kiefhörn 1-3
22049 Hamburg
Tel. 040/25 15 12-0

Beratungszentrum für technische Hilfen und Wohnraumanpassung
Der Verein
Barrierefrei Leben e.V. im Richardhof, Richardstraße 45, führt
in seinem Beratungszentrum kostenlose Beratungen durch zu allen Fragen
der Wohnraumanpassungen, die ihnen auch bei kleinen und größeren
Behinderungen den Verbleib in der eigenen Wohnung und weitestgehende
Selbständigkeit ermöglichen sollen.
Die umfangreiche Hilfsmittelausstellung ist zu den Öffnungszeiten
Mo + Di 13-18 Uhr, Do. 9-17 Uhr zu besichtigen. Bitten Sie für
persönliche Beratungen um einen Termin!
Die Beratungsbereiche der geschulten Mitarbeiter:
1. Umbaumöglichkeiten
in Ihrer Wohnung oder dem Eingang, z.B. Türverbreiterung, Badumbau,
Treppenlift, Einbau einer Rampe und Fragen der Finanzierung.
2. Das
Angebot der technischen Hilfen
- bei
der häuslichen und stationären Pflege, z.b. bei Betten,
-zubehör, Hebehilfen, Lagerungshilfen, Sitzhilfen, Dusch- und
Toilettenstühle
- Ausstattung
von Wohnungen: Bad/WC-Ausstattung, Küchen, angepasste Möbel,
Treppenlifter, Rampen, Haltegriffe
- Individuelle
Mobilität: Gehhilfen, Rollstühle, Kinderkarren, Fahrräder,
Elektrofahrzeuge
- Kleine
Hilfen im Alltag: zum Greifen, Anziehen, Schreiben, beim Essen oder
bei der Körperpflege
- Bei
der Kommunikation, z.B. Telefone, Hausnotrufgeräte, Hilfen für
Computer.
Beratungszentrum
für technische Hilfen
und Wohnraumanpassung
Richardstr. 45, 22081 Hamburg
Tel: 29 99 56-0, Fax: 29 36 01
e-mail: beratung@barrierefrei-leben.de
Homepage: www.barrierefrei-leben.de
Neu: www.online-wohn-beratung.de

Blinden- und
Sehbehindertenverein Hamburg
Im Holsteinischen
Kamp, nahe der U-Bahnstation Hamburger Straße, steht das Louis-Braille-Haus.
Es wurde benannt nach dem Erfinder der Blindenschrift, die weltweit
ein wichtiges Instrument der Kommunikation und Verständigung für
Blinde geworden ist.
Der
BSVH hat hier seit 1989 seinen Standort. Nach Erwerb des Nachbargebäudes
an der Ecke Marschnerstraße und beinahe zweijähriger Umbauzeit
mit stark eingeschränktem Betrieb ist in Kürze die endgültige
Fertigstellung zu erwarten.
Bereits
jetzt finden wieder Beratungen und Veranstaltungen statt. Zu allen Fragen
im Zusammenhang mit Sehbehinderung und Erblindung und deren Verarbeitung,
Erwerb des Behindertenausweises, sozialen und andere Fragen finden Sie
hier geschulte Fachkräfte als Ansprechpartner.
Im Erdgeschoss ist eine Dauerausstellung von technischen und medizinischen
Hilfsmitteln für Haushalt, Arbeitsplatz und alltägliche Verwendung
geplant, als Auftakt findet am 19. November von 10-17 Uhr die Ausstellung
Trends und Techniken für zu Hause statt, an der sich
ca. 30 Aussteller mit neuen Entwicklungen und Produkten beteiligen.
Auch ein
Seniorenkreis trifft sich regelmäßig, es finden Gespräche
und Geselligkeit statt, Austausch von Erfahrungen und Planung von gemeinsamen
Unternehmungen.
Kontakt:
Blinden- und Sehbehindertenverein HH e.V.
Louis-Braille-Haus
Holsteinischer Kamp 26, 22081 Hamburg
Tel. 209 40 - 40, Fax: - 430
e-mail: bsv-hamburg@t-online.de
Homepage: www.bsvh.org
Institut
für Rehabilitation und Integration
Sehgeschädigter e.V. (IRIS)
Marschnerstraße 26, 22081 Hamburg
Tel: 229 30 26, Fax: 22 59 44
e-mail: iris-ev@hamburg.de

Hörberatungs-
und Informationszentrum (HörBIZ)
Der Bund
der Schwerhörigen e.V. vertritt die Interessen der Schwerhörigen
und Ertaubten in allen Situationen. 1989 wurde in der Wagnerstraße
42 das Hörberatungs- und Informationszentrum eingerichtet,
welches allen Personen, die sich mit Fragen der Hörschädigung
beschäftigen, kostenlos zur Verfügung steht.
Der Verein vertritt alle Schwerhörigen und Ertaubten mit ihren
Angehörigen, Verwandten, Freunden und Bekannten.
Geboten
werden Beratung und Unterstützungvon Schwerhörigen und Ertaubten,
auch in Hinblick auf technische Hilfsmittel.
Gruppen- und Freizeitangebote:
Selbsthilfegruppe, Gesprächskreis, Malgruppe, Kreativgruppe, Fotogruppe,
Besichtigungsgruppe, Tanzgruppe, Kunsthallengruppe, Theaterfreundegruppe,
Ausfahrten mit Bus und Bahn, Jugendgruppe. Clubnachmittag jeden Mittwoch
ab 15 Uhr.
Kontakt:
Bund der Schwerhörigen e.V.
Wagnerstraße 42
22081 Hamburg
Tel.: 040 / 29 16 05
Fax: 040 / 299 72 65
e-mail: info@bund-der-schwerhoerigen.de
Andere:
Gehörlosenverband Hamburg e.V.
Bernadottestraße 126, 22605 Hamburg
Telefon und Schreibtelefon: 880 988 18
Fax: 881 15 36
e-mail: info@gehoerlosenverband-hamburg.de
Homepage:www.gehoerlosenverband-hamburg.de

Weitere Beratungen
und nützliche Adressen
Die
Bezirkliche Seniorenberatung
ist ein unabhängiger und kostenloser Dienst für Beratung und
Unterstützung von Bürgern ab 60 Jahren (unabhängig vom
Einkommen) und für Angehörige. Er ist in allen Bezirken angesiedelt.
Die Sozialarbeiter/innen
der Seniorenberatung beraten in allen altersspezifischen Fragen und
beziehen auf Wunsch Angehörige oder andere Personen aus dem Sozialen
Umfeld mit ein. Sie wollen dazu beitragen, Ihnen das Leben in gewohnter
Umgebung zu erleichtern. Ihr Wunsch nach Selbständigkeit steht
im Vordergrund.
Die Seniorenberatung
berät und unterstützt Sie
- Bei
Fragen der Inanspruchnahme von häuslicher Pflege und Hilfen im
Haushalt,
- Bei
der Vermittlung und Kostenklärung ambulanter Dienste,
- Bei
Fragen der Wohnraumanpassungoder bei der Suche nach einer altersgerechten
Wohnform sowie deren Finanzierung,
- Bei
sozialhilferechtlichen Fragen und Antragstellungen,
- Bei
der Suche nach Selbsthilfegruppen oder Freizeitangeboten,
- In Konfliktsituationen,
- Wenn
Sie selbst pflegende/r Angehörige/r sind.
Bezirkliche
Seniorenberatung
Ortsamt Barmbek-Uhlenhorst
Poppenhusenstr. 12, 22305 Hamburg
Tel. f. Barmbek Süd: 428 04 -5068
Kernservicezeiten:
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Senioren im
Internet
Die Zahl
der älteren InternetteilnehmerInnen steigt rasant, inzwischen gibt
es auch viele spezielle Angebote für Senior/innen. Einige erprobte
Adressen:
- www.senioren.hamburg.de
Ein Portal mit vielen nützlichen Informationen für Senioren,
mit wöchentlich neuen Nachrichten.
- www.dscc-hamburg.de
Der Deutsche Senioren-ComputerClub
- www.seniorenbildung-hamburg.de
Seniorenbildungswerk
- www.senioren-initiativen.de
Informations- und Ideenpools für Initiativen
- www.seniorenbuero-hamburg.de
Mit Zeitzeugenprojekt und Adressen d. Seniorenbüros
- www.forum-fuer-senioren.de
Tipps und Ratschläge für viele Lebenslagen
Geschichtswerkstatt
Barmbek
Was tut
sich in der Geschichtswerkstatt und wie steht es um sie?
von Dieter Thiele
Solche
Wie stehts-Berichte pflegen in launigem Ton' geschrieben
zu werden. Nur bin ich leider gar nicht launig gestimmt.
Versuchen wirs sarkastisch.
Wir Deutsche sollen ja nicht jammern. In der Geschichtswerkstatt haben
wir auch keinen Grund dazu. Unsere Zukunft ist sicher: der Abbau wird
unaufhaltsam weitergehen, das garantiert die Politik. Somit haben wir
eine langfristige Perspektive - ein sachtes Hinscheiden. Trotz soviel
Sicherheit sind wir risikofreudig: wir gehen das Risiko ein, dass es
doch anders kommt. Deshalb wursteln wir kräftig voran und sind
entschlossen, unser Leben zu verteidigen.
Konkret
gesagt: Frau Horakovas Absicht (frühere Kultursenatorin / die Redaktion),
die Geschichtswerkstätten zu liquidieren, konnte vereitelt werden,
auch dank wirkungsvoller Unterstützung und Fürsprache von
vielen Seiten. Aber den ersten Beschluss (Mittelstreichung) in Bausch
und Bogen zurücknehmen wollte man denn doch nicht. Darum eine 25%ige
Kürzung der Fördermittel. 2004 und 2005 haben wir wie
andere Werkstätten auch Umfang und Niveau der Arbeit zu
halten versucht. Aber 2006 werden wirs nicht mehr schaffen.
Was haben
wir in diesem Jahr zuwege gebracht -
über das Übliche (Auskünfte, Beratungen, Archivpflege
usw.) hinaus?
Zwei neue
Geschichtsspaziergänge haben wir ins Programm genommen: Erstens
einen kirchenbaugeschichtlichen mit den Stationen Bugenhagen, St. Sophien,
Kreuzkirche, Auferstehungskirche. Das Interesse war leider gering (auch
bei den Gemeinden), der Zeitaufwand für die Ausarbeitung erheblich.
Zweitens einen vor Jahren abgesetzten, jetzt von Grund auf überarbeiteten
Spaziergang zum Thema Barmbeker Geselligkeit, Kinos, Kneipen,
Kaffee König; Premiere am 10. September.
Gut war
die Beteiligung bei den beiden Bertini-Spaziergängen,
beim Krankenhaus-Spaziergang und, überraschenderweise, beim Basch-Spaziergang.
Mit weitem Abstand am beliebtesten: die Kanalfahrten, die allerdings
von manchen eher als Vergnügungsfahrten
aufgefasst werden denn als Bildungsveranstaltungen.
Mitte September beginnt in der Bücherhalle Barmbek, Poppenhusenstraße,
eine Ausstellung über Geschichte und Zukunft des Barmbeker Bahnhofs.
Noch in diesem Jahr soll eine zweite Ausstellung folgen: Verschöner
dein Heim, dein Leben aus eigner Hand. Dafür werden
noch Barmbeker Steckenpferdreiter und - reiterinnen gesucht.
Zur Bahnhofsausstellung wird eine Broschüre herauskommen. Zur Jahreswende
04/05 ist eine Broschüre über die Hochbahnanlagen zwischen
Wiesendamm und Stichkanal vorausgegangen.
In kleiner Auflage haben wir ein Büchlein über die letzte
Barmbeker Bauernfamilie herausgebracht, Leben auf dem Habichthof
/ 1890-1914. (Der Hof lag an der Kreuzung Habichtstraße/
Bramfelder Straße.)
Gerda Ahrens - eine aus Barmbek, die Biografie einer Barmbeker
Sozialistin, wird noch in diesem Jahr im VSA-Verlag erscheinen.
2006 blicken
wir auf unser 20jähriges Bestehen zurück. (Seit Mitte 1987
sind wir an der Ecke Wiesendamm/Hufnerstraße zu finden.)
Beim Zehnjährigen hatten wir noch große Hoffnungen und Projekte.
Im Turmbunker beim Barmbeker Bahnhof wollten wir ein Heimatmuseum einrichten.
Die Stadt hat ihn denn auch für diesen Zweck vom Bund gekauft.
Später nahm sie uns die Mittel, ihn zu betreiben. In diesem Frühjahr
hätten wir endlich Zugriff auf ihn gehabt; im letzten Herbst haben
wir uns von dem Projekt verabschiedet. Da will man sich doch gleich
einen Ruck geben.
Machen
wir auch. Da wir in unsern Räumen sozusagen aus allen Nähten
platzen, aber einen Keller haben, der als große Rumpelkammer dient,
werden wir ihn nach und nach als Magazin nutzbar machen. Noch in diesem
Jahr sollen zwei neue Fenster eingebaut werden. Dann muss ein Sielauslass
fachgerecht verschlossen werden. Damit wäre für Trockenheit
und Durchlüftung gesorgt, die wichtigsten Voraussetzungen.
Sie sehen also, liebe Leserinnen und Leser, wir zappeln unentwegt weiter.
(Die Politik kann sich bestätigt fühlen: Druck erhöhen,
das setzt Kräfte frei.)
Zurück
zum Zwanzigjährigen. Wir werden auch diesmal den Extrazuschuss,
den wir hoffentlich erwarten können, nicht für eine Veröffentlichung,
in der wir uns selber würdigen, oder für eine Jubelfeier verwenden,
sondern für ein besonderes - sonst kaum mögliches - Erzeugnis,
mit dem wir geneigten Geschichtsfreunden und -freundinnen eine Freude
zu machen gedenken. (Wir haben schon eine Idee.)
Erlauben
Sie mir, am Ende noch einmal grundsätzlich zu werden (aber ganz
unironisch).
Ich war immer dagegen, die große Kultur gegen die kleine auszuspielen
(hinsichtlich der Förderung) oder umgekehrt. Was allerdings auch
Unduldsamkeit gegenüber solchen Exzessen einschloss wie der Haltung
Prof. Hofmanns (Weiland Kunsthallendirektor), der meinte, man brauche
nur ein großes Stadtteilkulturzentrum zu schließen, dann
könne er sich jedes Jahr ein schönes Bild zusätzlich
kaufen.
Die Lage
scheint jetzt eine völlig andere zu werden. Zählen für
die Hamburger Politik nur noch die Event- und Glamourkultur und die
kommerziell-selbsttragende und die Hamburgs Ansehen überregional
förderliche? Können wir uns als Folge ausmalen, dass binnen
zehn oder zwanzig Jahren in den Stadtteilen eine kulturelle Wüstenei
entsteht?
Angesichts eines solchen Zukunftsbilds frage ich mich, ob wir nicht
dafür eintreten müssen, dass möglichst natürlich
der Kulturetat real nicht weiter gekürzt wird, sonst aber
bei der großen Kultur ein paar geringe Abstriche mehr gemacht
werden, um die kleine überhaupt noch am Leben zu erhalten.
Dieter
Thiele hat die Geschichtswerkstatt mit aufgebaut und ist als Mitarbeiter
der ersten Stunde seit 1985 dabei.
Heimatmuseum
und Geschichtswerkstatt Barmbek e.V
Wiesendamm 25, 22305 Hamburg
Tel: 29 31 07, Fax: 29 52 16
e-mail: geschichtswerkstatt-barmbek@t-online.de
Öffnungszeiten: Mi 14-19 Uhr, (Tel werktags 10-16 Uhr)
Homepage:
www.geschichtswerkstatt-barmbek.de
Dütt un
datt op Platt
Erbauliches von Helga
Kelling
Wi
ward oller!
Wi
markt dat an dat Speck ansetten,
de dicke Buuk is ok inn Weg!
Wi markt dat bi dat Schohantrecken,
dat Tobinnen geiht man bannig slecht.
Wi
markt dat bi dat Treppenstiegen,
loopen köönt wi ok nich mehr so fix.
De Body lett sick nich mehr biegen.
De Lack is af, dor gifft dat nix!
Wi
markt dat an dat slecht Erinnern,
wenn de Brill is wedder verlegt.
Wi markt dat an uns groten Kinnern,
de uns ganz batz eer Meenung seggt.
Wi
markt dat, dat de Huut ward slapper,
poor Runzeln sünd nu ok all door.
De Kopp, de höllt sick wacker.
Dat, wat uns blifft, is de Humor!
Flimmerkist
un Besöök
Hebbt Ji
datt ok all mol hatt? Datt bimmelt anne Huusdöör un du hess
grood de Flimmerkist in´n Gang. Dreihs ersmol bloot denn Ton aff
un geihs anne Döör. Besöök kümmt un du freist
di bannig! Man sett sick dool un sabbelt un sabbelt!
Wunners
di datt dien Besöök jümmers an di vorbi kiekt ? Ach jo!
Datt TV löppt noch jümmers as farbigen Stummfilm! Man sülben
sitt mit ´n Rüch doorhen. Hess datt also gornich markt. Bloot
anne de Ogen vun dien Gegenöver, de jo magisch antrocken
ward vun datt Geflimmer.
Klick! Utmookt! Nu geiht datt beter! Nächstet mol mooks datt glieks,
wenn datt bimmeln deiht!
Un denn is datt man bloot de Nahbersch, de de Treppenhuusreinmokere
betold hebben will!
Kanns also
wieder kieken. Flimmerkist wedder an. Aber, de hett datt gornich geern!
So kott achtern anner ut un wedder an!
Denn kummt mien Söhn. Haut he glieks wedder aff (so, as meist)
oder blifft he ´n böten ? He sett sick hen. Also Flimmerkist
ganz ut!! Un denn haut he doch glieks wedder aff! Ick kann wieder kieken.
Wenn ick datt noch öfters mook, mutt ick mi bald ´n niejen
Fernkieker köpen!
Wie mookt
Ji datt? Ji mookt de Döör gornich ers op?
Nee, ick frei mi jo, wenn een kümmt!
Besöök mutt sick anmellen? Un, wenn he sick anmeld un denn
doch keen Lust hett?
As plichtbewußten Minschen kümmt he, aber ohn rechte Lust
un sitt denn bi mi mit ´n miesepetrige Snuut! Nee, so will ick
datt denn ok nich!!!

Buten
Zeitung lesen?
Wenn all
morgens de Sünn schient, sitt ick nich binnn!
Buten Koffi drinken - herrlich! Wenn ick de letzt Tass tofoten heff,
ward de Zeitung ut denn Kasten holt, aber denn geiht datt Manöver
un de Stress los!!
Hebbt Se
allmol op n Balkon oder op de Terrass versocht Zeitung to lesen?
Also, ick jo jümmers mit fiev Utensilien op denn Disch. De Koffikann,
de Tass, mien Brillenetui, denn Blomenpott un denn Windaschenbeker!
An jed een Eck un inne Mitt vonne Zeitung son Ding henn, sünst
weiht mi de ganze Kladderadatsch üm de Ohm!
Datt is
bi mi jed een Morgen een Reaktschonstraining, denn bi datt
Ümblädem mutts gau sien un de Beswerers in de richtig Reech
hook nemmen un gau wedder hensetten!
Datt is so, as bi de Seglers, de op denn Wind oppassen mööt.
Wi hebbt inn Norden jo meistdeels een dulle Bris un de Seglers
freit sick.
Bi mi segelt de Zeitung denn in Nahbers Goarden oder hangt inne Kastanie.
Door bünn ick doch mehr föör ne Flaute!
Die
Plattdeutsch-Gruppe mit Helga Kelling trifft sich ab Oktober wieder
jeden 2. und 4. Mittwoch von 14-17 Uhr im Kulturhaus Dehnhaide.
Schule im Quartier
Am 24.April diesen Jahres fand der 20. Olympus Marathon in Hamburg statt.
Aus aller Welt reisen Teilnehmer an, um die 42,195 km lange Strecke
durch unsere schöne Stadt laufen wollten.
Am
23.April, am Samstag davor, wird Das Zehntel gelaufen,
das sind 4,2195 km oder 2 Runden um die Messehallen.
Auch
dieses Jahr waren wieder ca 100 Kinder der Adolph-Schönfelder-Grundschule
und der Zweigstelle Käthner-kamp dabei. Wochenlang trainierten
sie vorher mit ihren Lehrern in der Freizeit mit hohem Engagement und
Ernsthaftigkeit.
Am 23.
April trafen sich Eltern und Kinder morgens an der Schule. Jedes Kind
bekam vom Elternrat gesponsert ein gelbes T-Shirt und seine Startnummer.
Mit der U-Bahn ging es zu den Messehallen. Dort strömten von allen
Seiten Kinder heran, insgesamt starteten 2600 Kinder!
Es
war ein überwältigendes Ereignis, so viele durchtrainierte
und natürlich aufgeregte Kinder zu sehen. Die Stimmung war ausgezeichnet.
Schon nach 15 Minuten erreichten die ersten Kinder die Ziellinie und
es wurde gejubelt, bis alle Kinder das Ziel erreicht hatten.
Jedes Kind
bekam zur Erinnerung eine Medaille und eine Urkunde. Bis zur Siegerehrung
war Geduld gefragt, denn ihr ging die Auswertung voran.
Und dann
war der Jubel und die Überraschung groß: die Adolph-Schönfelder-Schule
hat den ersten Platz belegt.
Eine der ersten Gratulanten war Heike Drecksler. Sie stieg mit aufs
Treppchen und hatte alle Hände voll zu tun, die T-Shirts zu signieren,
die die Kinder stolz nach Hause trugen. Dieser Sieg wurde ebenso gebührend
gefeitert wie in den Jahren davor, denn für unsere Schule ist es
der dritte Sieg in Folge.
Petra
Steinborn, Mutter in der Klasse 2b

Zum ersten Mal beteiligten sich die Kinder der Klasse 2b von Frau Lauts
am Marathon. Hier eine paar O-Töne der Kinder, die sie selber verfasst
haben:
Nikolai: Um 9 Uhr trafen wir uns an der Schule. Da haben wir
die T-Shirts bekommen mit den Startnummern. In der U-Bahn war das Gedrängel
groß, aber ich habe meinen Vater wieder gefunden, aber es war
gar nicht einfach ihn zu finden. Dann sind wir ausgestiegen. Dann sind
wir los gelaufen. Am Ende bei der Siegerehrung war die Spannung groß.
Wir sind Erster geworden!
Chantal:
Ich bin ganz früh aufgestanden. Dann bin ich zur Schule
gegangen. Da haben wir die Schul-T-Shirts bekommen. Danach sind wir
zur U-Bahn gegangen. Dann waren wir da. Ich war sehr aufgeregt. Wir
sind 2 Runden um die Messehallen gelaufen. Danach hatte ich Muskelkater.
Julia:
Mir hat es gut gefallen. Als wir los gelaufen sind, dachte ich,
dass das Rennen schon zu ende ist. Dann war das Rennen zu ende. Mir
war so schlecht. Ich habe etwas getrunken. Dann habe ich etwas gerochen.
Das roch sehr lecker! Es waren Pfannkuchen. Ich habe einen mit Vanillesoße
gegessen.
Daniel:
Mir hat es gut gefallen als wir Marathon gelaufen sind. Ich
war sehr aufgeregt und habe gedacht, dass ich es nicht schaffe, aber
zum Glück habe ich es geschafft!
Jeremy:
In der U- Bahn war es überfüllt. Ich war ganz schön
eingequetscht. Beim Marathon hätte ich noch weiter laufen können.
Meine Oma und meine Mutter waren auch dabei.
Sarah:
Ich hatte beim Training Muskelkater. Beim Marathon war ich
ganz aufgeregt. Ich hatte auch ein bisschen Angst, dass ich es nicht
schaffe, aber ich habe es geschafft. Wir haben alle eine Medaille bekommen.
Tim:
Ich bin 2 Runden gelaufen und ich hätte noch 2 Runden laufen
können.
Lisann:
Mir hat es gut gefallen. Als wir da waren, hat es solange bis
zum Start gedauert. Der Mann hat immer soviel geredet. Das war langweilig,
aber dann ging es richtig los! Als das Rennen vorbei war, habe ich mich
gelangweilt.
Nicklas: Nach dem Laufen bin ich fast umgefallen. Mir war schwindelig
und meine Füße haben wehgetan.
Philine:
Als erstes sind wir zur Schule gegangen. Da haben wir ein T-Shirt
bekommen. Danach sind wir zur U- Bahn gegangen. Ich war schon aufgeregt
und am Ziel war ich erschöpft.
Weitere
Infos findet man auch auf der Homepage der Schule:
www.adolph-schoenfelder-schule.de

Adolph-Schönfelder-Schule nimmt erfolgreich
an der Triennale der Fotografie teil!
An
der diesjährigen 3.Trienale der Fotografie beteiligten sich 15
Schulen mit mehr als 300 Schülern von der Klasse 3 bis 13.
Zum Thema "Entdecken-Inszenieren-Montage" kamen eine Reihe
namhafter Fotografen zur fachlichen Unterstützung in die Schulen.
Pro Klasse durften bis zu 10 Fotos eingereicht werden. Anschließend
wählte die Jury insgesamt 50 Bilder für die Triennale-Ausstellung
in den Deichtorhallen aus.
Die Klasse 3b erarbeitete mit ihrer Lehrerin Susan Schneider und dem
Fotografen Olaf Tamm die Variationen "Inszenierungen und Entdeckungen
am Thema Stilleben". Mit einfachsten Mitteln wurden in mehreren
Unterrichtssequenzen in Schülerpartnerarbeit das Thema behandelt.
Nach den erarbeiteten Kriterien wurden dann aus 1200! Fotos 10 für
die Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt.
Zur großen
Überraschung und Freude aller wurden gleich alle 10 Fotos angenommen
und in den Deichtorhallen ausgestellt. Herzlichen Glückwunsch sagt
die BaSta!!!
Man kann zum Thema auf der Homepage der Schule (s.o.) nachlesen und
auch die Bilder der Ausstellungseröffnung anschauen.
Zum Schluss noch der Dauertipp: regelmäßig wechseln die Ausstellungsstücke
im Eingangsbereich der Schule an der Zeisigstraße. Zur Zeit werden
Bilder zur abstrakten Malerei aus der Klasse 3b gezeigt und Fotos zu
Variationen mit Gemüse und Obst. Es lohnt sich!
Petra Steinborn
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