| Vorwort
Liebe
Leserinnen und Leser,
Wir freuen uns sehr über die zunehmende Teilnahme an unserer "Zeitung
zum Mitmachen"! Interessante Artikel und Beiträge sind eingegangen
und wir möchten alle, die bisher gezögert haben oder die BaSta
das erstemal in der Hand halten, ermutigen, sich ebenfalls zu Wort zu
melden.
Sagen
Sie Ihre Meinung, erzählen Sie, was Ihnen hier in Barmbek Süd
gefällt oder auffällt. Vielleicht schreiben Sie auch Geschichten
und möchten sie vorstellen? Oder Sie fotografieren oder zeichnen
gern und mögen unsere Texte mit Bildern versehen?
Sie alle sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen an der Zeitung
von und für Menschen, die hier im Stadtteil leben und arbeiten,
nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.
Die
BaSta feiert in diesem Sommer ihr dreijähriges Bestehen und die
InitiatorInnen der ersten Stunde haben den hohen Freizeitaufwand bisher
noch nicht bereut. Positive Rückmeldungen haben ebenfalls zugenommen
und wenn wir uns nach wie vor im Amateurbereich bewegen, wie ein Fachmann
zu Recht mal meinte, so scheint gerade dies vielen StadtteilbewohnerInnen
zu gefallen. Vielen Dank für die Blümchen!
BaSta
kann mit den zur Verfügung stehenden Mitteln für Druckkosten
nur in kleiner Auflage erscheinen. Sie können eine weitere Verbreitung
unterstützen durch Inserate oder durch Weitergabe der gelesenen
Exemplare an Stadtteilbewohner/innen außerhalb des Quartiers Dehnhaide,
die die Zeitung nicht automatisch im Briefkasten vorfinden.
Alle
Leserlinnen, die ohne Computer weiterhin prima auskommen, mögen
uns verzeihen für folgende Nachricht:
Das
gemeinnützige Medienbüro LogIn, Redaktionsstandort dieser
Zeitung, ist auch Betreiber des neuen Internet-Stadtteilportals im Aufbau
www.barmbek-sued.de, das in Kooperation mit dem Quartiersbüro,
mit Stadtteilbewohnern und der IG Gewerbe entwickelt wird.
Für alle Einrichtungen, Institutionen, Betriebe und Initiativen
in Barmbek Süd besteht die Möglichkeit, ihre Adressen aufnehmen
und eigene Homepages auf diesen Webseiten verlinken zu lassen.
Sollten
Sie als Einrichtung oder Firma über keine Webpräsenz verfügen,
kann das Medienbüro kostengünstig Abhilfe schaffen. Lassen
Sie sich ein Angebot für eine Webvisitenkarte oder eigene Homepage
unterbreiten - Sie unterstützen damit ein Jugendprojekt und soziale
Einrichtungen oder Initiativen, die sich dann ebenfalls in die Webwelt
einbringen können.
Das
Eingangsportal soll aktuelle Nachrichten präsentieren, die für
den Stadtteil relevant sind - wir freuen uns über Mithilfe bei
der Aktualisierung dieser Seite und des Veranstaltungskalenders.
Wer
interessiert ist, eigene Rubriken zu betreuen, ist eingeladen, sich
mit uns in Verbindung zu setzen. Gleiches gilt für die BaSta.
Ein
schöne Zeit in Frühjahr und Sommer wünscht Ihnen Ihr
BaSta-Team.
Kurzmeldungen
aus dem Stadtteil
Broschüre zum Hamburger Wahlrecht
Die Landeszentrale
für politische Bildung hat eine Broschüre herausgebracht,
in der das neue Hamburger Wahlrecht erklärt wird. Bei der Bürgerschaftswahl
2008 wird es 17 Wahlkreise geben und zehn Stimmen für alle Bürger,
die auf Kandidaten und Parteilisten verteilt werden können.
Die
Broschüre ist kostenlos in Bezirksämtern und in der Innenbehörde
am Johanniswall 4 erhältlich.

Familienpass
für Freizeitangebote
Über
200 Freizeitangebote können vergünstigt oder kostenlose mit
dem Familienpass genutzt werden, der seit dem 1. April erhältlich
ist.
Der Paß kostet 3,50 Euro und ist in den Hamburger Öffentlichen
Bücherhallen sowie in Filialen der Buchhandlung Heymann und der
Drogeriekette Budnikowsky erhältlich, teilte die Sozialbehörde
mit.
Der
Familienpass ermöglicht einen Überblick über Angebote
von Unternehmen und Institutionen im Freizeitbereich und soll Familien
finanzielle Vorteile ermöglichen. Bei ca. 120 Anbietern in und
um Hamburg können Passinhaber zu ermäßigten Eintrittspreisen
oder kostenlos Angebote wahrnehmen, etwa in den Schwimmhallen, bei Hagenbeck,
bei großen Fußballvereinen, Anbietern von Hafen- und Fleetrundfahrten,
Kinos, Theater und anderen.

Geburtstag:
14 Jahre "Pfiff"
Pfiff e.
V., der Förderverein für Pflegekinder und ihre Familien am
Holsteinischen Kamp 80, hat im Januar seinen 14. Geburtstag gefeiert.
Der Verein kümmert sich um die Vermittlung von Dauerpflegeeltern,
Bereitschafts-Pflegefamilien und Patenschaften. Es werden dringend Pflegeeltern
und Pat/innen gesucht für Kinder aller Altersstufen und Nationalitäten,
die zuverlässige Bezugspersonen und nach häufig unguten Erfahrungen
ein neues Zuhause und Geborgenheit brauchen. "Pfiff" bietet
Beratung, Unterstützung, Kurse für InteressentInnen und ein
umfassendes kostenloses Angebot in der Pflegeelternschule. Ein Informationsabend
am 25. Mai kann erste Fragen beantworten. Telefon unter 41 09 84 60,
Homepage:
www.pfiff-hamburg.de
Bei
"Pfiff" erhalten Sie auch den Familienpass!

Die
Drachen steigen wieder im Stadtpark
Ältere
Barmbeker erinnern sich: In ihrer Kinderzeit zogen sie im Herbst auf
die große Wiese im Stadtpark, um ihre Drachen steigen zu lassen.
Sie waren meist mit Papas Hilfe selbst gebaut aus farbigem Drachenpapier
und hatten - besonders wichtig - lange bunte Papierschwänze. In
den frühen 60er Jahren wurde der Stadtpark nach deutscher Luftverkehrsordnung
wegen seiner Nähe zum Flughafen Fuhlsbüttel in die Drachenflug-Verbotszone
einbezogen, zum Bedauern vieler Kinder und Eltern, denn Ausweichflächen
gab es in der näheren Umgebung kaum.
Trotzdem
haben viele Hamburger/innen ihre Drachen, heute mit etwas anderem Design,
gern mal auf dieser einladenden Wiese ausprobiert, einige vielleicht
auch in Unkenntnis des Verbots, was meist toleriert wurde. Doch im vergangenen
Jahr bekam ein Hobbyflieger ein Bußgeld aufgebrummt. Dieser legte
Widerspruch ein und die Sache kam auf den Tisch der zuständigen
Wirtschaftsbehörde. Mit gutem Ergebnis: der Senator hebt das Flugverbot
auf. Das Steigenlassen von Drachen mit einer maximalen Leinenlänge
von 50 Metern ist ab sofort offiziell wieder erlaubt.

Jugendcontainer
an der Osterbek
Am 2. Mai
ab15 Uhr ist es endlich wieder so weit: mit Speis und Trank wird die
diesjährige Paddelsaison eröffnet. Kinder und Jugendliche
können den ganzen Sommer über kostenlos Kanus und Kajaks nutzen.
Ihr findet den Container im Alten Teichweg 43 und er hat Montags bis
Donnerstags von 15-21 Uhr, Freitags und Samstags von 14-19 Uhr geöffnet.

GUB
gibt noch nicht auf
Eine Mutter
schreibt an BaSta:
Das Gymnasium Uhlenhorst Barmbek, weiches von der Schulbehörde
geschlossen werden soll, kämpft weiter um sein Überleben.
Die Barmbeker Eltern unterstützen diese Schule: Trotz Schließungsabsichten
wurden für das kommende Schuljahr 59 neue Fünftklässler
angemeldet. Nun gerät die Schulbehörde unter Druck.

Lange
Nacht der Museen
Am 28.
Mai 2005 findet die fünfte lange Nacht der Museen in Hamburg statt.
Insgesamt 46 Museen und Ausstellungshäuser beteiligen sich daran,
wirklich ein Erlebnis für alle, die gut zu Fuß sind und lange
durchhalten. Die Angebote ziehen sich von Sa.18.00 Uhr bis Sonntagmorgen
um 2.00 Uhr hin. Die Museen warten auf mit einem umfangreichen Programm
an Ausstellungen, Vorführungen, Musik, Lesungen u.a., insgesamt
über 600 Einzelveranstaltungen. Natürlich wird auch für
Essen und Trinken gesorgt.
Der
HVV bietet zur Langen Nacht der Museen 11 Museums-Buslinien an, die
alle 46 Häuser miteinander verbinden. Zentraler Ausgangs- und Umstiegspunkt
ist der Platz vor den Deichtorhallen, Alsterschiffe werden vom Jungfernstieg
zum Anleger des Museums der Arbeit fahren.
Das
Ticket kostet 12,50 Euro und wird in den Museen und Vorverkaufsstellen
angeboten. Es enthält den Eintrittspreis für alle beteiligten
Häuser sowie die Berechtigung zur Nutzung aller HVV-Linien von
Samstag 17.00 Uhr bis Sonntag 10.00 Uhr. Wer dann immer noch nicht genug
hat, kann das Ticket auch noch am Sonntag d. 29. Mai als Eintrittskarte
während der regulären Museums-Öffnungszeiten nutzen.
Ticket-Hotline: 300 51 555

Bebauungsplan
AK Eilbek
Für
die Drucklegung der neuen BaSta ein knapper Termin aber vielleicht gerade
noch rechtzeitig:
Der Bebauungsplan
für die Flächen des Allgemeinen Krankenhauses Eilbek kann
von interessierten Bewohnern und Bewohnerinnen bis zum 29. April in
der Stadtplanungsabteilung des Bezirks Nord in der Eppendorfer Landstraße
59 eingesehen. Bedenken können angemeldet werden.
Der
Plan sieht vor, nicht mehr benötigte Flächen mit ca. 400 Wohnungen
und mit Gewerbeflächen entlang der S-Bahn teilweise zu bebauen.
Im Süden soll die Parkanlage mit altem Baumbestand öffentlich
genutzt werden können.

Aktiv
und mobil - 1. Seniorenmesse für Dulsberg und Umgebung
Am Freitag,
den 3. Juni von 14.00 - 18.00 Uhr findet in den Räumen des Kulturhofs
Dulsberg, Alter Teichweg 200 (in den Räumen der Gesamtschule Alter
Teichweg) die erste Messe dieser Art für Aktive ab 55 statt.
Über
20 Einrichtungen informieren an ihren Ständen rund um die Themen
Bewegung, Kultur, Bildung, Wohnen, Beratung, Sicherheit und Ernährung.
Veranstalter sind die AG offene Seniorenarbeit und das Stadtteilbüro
Dulsberg.
Neben
den Ständen gibt es ein Forum zum Thema ,Wohnen', einen Kurzvortrag
zum Thema, gesunde Ernährung', eine Diashow mit Ton über die
Geschichte des Grünzugs Dulsberg und vieles mehr.
Sie
als Besucherln können auch selbst aktiv werden und z.B. kreative
Techniken wie Serviettentechnik und Papierarbeiten ausprobieren oder
einen Gedächtnisparcours' und eine Sinnesschulung mit verschiedenen
Lebensmitteln absolvieren.
Natürlich
gibt es auch Kulinarisches zur Stärkung und ein kulturelles Beiprogramm,
z.B. Shanties und Seemannslieder mit Akkordeonbegleitung und eine Tanzvorführung.
Der Eintritt ist frei.
Nähere
Informationen beim Stadtteilbüro Dulsberg, Frauke Schröder,
Tel.: 652 80 16

Hamburg:
Suchtproblem gestiegen
Die Hamburgische
Landesstelle gegen die Suchtgefahren (HLS) teilte beunruhigende Zahlen
mit: 22 Prozent der Menschen in dieser Stadt seien alkoholabhängig
und ca. 140 000 der rund 1,7 Millionen Hamburger hätten mindestens
einmal illegale Drogen genommen.
Die
für viele Menschen immer schwieriger werdende soziale Situation
mag eine der möglichen Ursachen sein und sicher ist, dass viele
gern wieder aus diesem Teufelskreis heraus kämen. Wenige schaffen
es allein. Der erste Schritt ist schwierig, hilfreich kann ein Kontakt
zu Menschen sein, die das gleiche Vorhaben bewältigen wollen.
In der Saarlandstraße 9 finden Betroffene und Angehörige
Hilfe bei den anonymen Alkoholikern, auch telefonisch zu erreichen unter
27133 53
Die
Angebote der Beratungsstelle Kompass in der Elsastraße 41 wenden
sich an Kinder und Eltern, zu erreichen unter 279 22 66
Homepage: www.kompass-hamburg.de
ed
BARMBINI
- die Kinderseite
Neuigkeiten aus dem Quartier: Kinderreporterin Alina unterwegs
Endlich
gibt es ein Cafe, das für alle Menschen hier im Quartier erschwinglich
ist. Seit dem 15. Februar ist in der Gluckstraße 43/Ecke von Essen
Straße das Cafe Klönschnack neu eröffnet worden, nachdem
die Räume zwei Jahre leer standen.
Neben dem Cafebetrieb kann man im Untergeschoss Damenmode (bis Größe
54) kaufen. Die Idee zu dieser Kombination stammt von dem Inhaber und
Betreiber Torsten Muhs, der schon in der Beethovenstraße einen
Laden betrieben hat, der aber zu klein geworden war.
Das Cafe Klönstübchen ist täglich von 9:00 Uhr bis 19:00
Uhr geöffnet. Es bietet ab 9:30 Uhr ein Frühstück an,
ab 11:30 Uhr gibt es einen täglich wechselnden selbst gekochten
Eintopf und auch an leckerem Kuchen mangelt es nicht.
Das Cafe hat große Panoramafenster mit einem tollen Ausblick.
Die Fensterbänke sind mit hübschen bunten Blumen geschmückt.
Die Sitzmöbel sind bequem, an den Wänden hängen hübsche
Bilder und die Atmosphäre ist sehr gemütlich. Wir wurden freundlich
empfangen und gut bedient.
Alina Steinborn, 11 J.
(Die
BaSta-Redaktion bedankt sich bei Alina und würde sich freuen, wenn
weitere Kindereporterinnen und -reporter interessiert sind, Beiträge
zu verfassen. Für die nächste Nummer wünschen wir uns
Beiträge zu dem Thema Wie verbringe ich am liebsten meine
Freizeit?
Ihr könnt dazu auch ein Bilder malen, ein Foto schicken, ein Gedicht
schreiben oder einen Text - bitte euren Namen und das Alter angeben
und bis zum 10. August einsenden oder vorbeibringen. Die Adresse findet
Ihr auf Seite 2. Die schönsten Einsendungen werden in der nächsten
BaSta-Nummer im August veröffentlicht!)

Der
Basteltip: Windlichter für Balkon und Garten
Der Sommer steht vor der Tür und wir werden Gelegenheit erhalten,
unsere Abend im Freien oder bei offenem Fenster zu verbringen - das
bringt viel mehr Spaß, wenn auch ein paar schöne Windlichter
auf dem Tisch oder in einer Ecke stehen! Als kleine Geschenke können
sie auch anderen Leuten Freude machen.
Ich habe euch heute einige Ideen mitgebracht, wie sich Windlichter leicht
selber herstellen lassen.
Das erste ist ein preiswertes Glasgefäß, dass ich von innen
dekoriere: feiner Sand und ein paar Muscheln sind dafür geeignet,
die Kerze wird in den Sand gesteckt. Auch Kies, schöne Steine oder
Glasmurmeln erfüllen einen ähnlichen Zweck, vielleicht mit
einer schönen Blüte als Farbtupfer.
Die
Segelschiffe im Beispiel 2 sind aus festem Karton herausgeschnitten,
auf die Rückseite habe ich blaues Transparentpapier geklebt und
ein kleines Gefäß mit einem Teelicht dahinter gestellt.
Auch das dritte Beispiel hat etwas mit Wasser und Meer zu tun: ich liebe
Delfine! Diesen hier habe ich zweimal aus einem Karton geschnitten,
der in der Länge einmal um ein vorhandenes, gerades Trinkglas passt
und auch so hoch wie das Glas ist. Ein blaues Transparentpapier wird
auf die Rückseite geklebt, der Karton um das Glas gewickelt und
ebenfalls an seinen Enden zusammen geklebt. In das Glas stelle ich ein
Teelicht und zwei wunderschöne Fische leuchten in der Abenddämmerung.
Das
letzte Beispiel ist auch leicht herzustellen: Transparentpapier passend
für ein Glas zuschneiden, herumwickeln und festkleben und von außen
mit je einem Tropfen Uhu mit kleinen Motiven (Blumen, Fische o.ä.)
aus dünnem Karton versehen. Die wirken, wenn das Teelicht im Glas
angezündet ist, wie kleine Scherenschnitte (was sie ja auch sind).
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Ich
wünsche euch viel Spaß beim Basteln und einen wunderschönen
Frühling und Sommer - nach den Ferien sehen wir uns wieder!
Eure Bastelhexe
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Michel-Variationen
aus Kindersicht
Wieder gibt es aus der Adolf.-Schönfelder-Grundschule eine bemerkenswerte
Aktion zu berichten: die Kinder aus der Klasse 4 b entwickelten zusammen
mit der Kunstlehrerin Susanne Schneider 47 Kunstpostkarten, deren Erlös
den Tsunamiopfern gespendet wird.
Die
Kinder entwarfen DIN A3 Bilder mit dem Leitmotiv des Hamburger Wahrzeichen
des Michels.
Es entstand ein wahres Feuerwerk an Ideen: insgesamt entstanden fast
100 Entwürfe. Sie sind wieder in der Pausenhalle der Schule in
der Zeisigstraße 3 zu sehen.
Hier einige O-Töne von Kindern aus der 4b: Julia Warnke schreibt:
Wir haben uns bei den Michelbildern gedacht, das wir den Flutopfern
etwas spenden wollen. Bei meinen drei Michelbildern habe ich mir große
Gedanken gemacht um die Flutopfer wie sie leiden. Das Möwenbild
soll ihnen zeigen, das jeder für sie kämpft. Die Herzen stehen
für großes Mitgefühl. Die Engel beschützen die
Flutopfer. Wir hoffen alle, dass die Bilder viel Geld einnehmen, damit
sie mehr Glück haben. Wir denken alle an sie.
Christian
Wiese schreibt: In der Schule arbeiteten wir an einem Michelbild,
dass verschiedene Muster annehmen sollte. Zuerst schreiben wir die Muster
an die Tafel. Wir überlegten haar-scharf und malten die gewählten
Muster hinein. Ein Michelbild ist ein auf Papier gezeichneter Michelturm.
Denise
Rosenow schreibt: Wir haben uns bei den Michelbildern gedacht,
dass wir den Flutopfern etwas spenden wollen. Ich habe mir bei meinen
Bildern viele Hoffnungen gemacht, wie die Flutopfer leiden müssen
bei den Filmen wie die Katastrophen geschehen sind kamen mir die Tränen.
Wir wollten den Flutopfern helfen.
Die Motive
sind zahlreich und äußerst kreativ: sie reichen von dem HSV
Michel über den mit den Engeln oder dem Michel als Hamburger Stadtplan.
Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und unser Hamburger Wahrzeichen
wird noch schöner als es in Natura schon ist.
Jede
der Postkarten kann für 2 Euro im Schulbüro erworben werden.
Es wäre eine schöne Geste im Stadtteil, wenn sich viele Stellen
melden würden, um durch den Verkauf diese Aktion zu unterstützen.
Es gibt hier eine Reihe von Gewerbetreibenden und viele ansässige
Einrichtungen, die den Verkauf unterstützen könnten. Daraus
könnte eine im Stadtteil verankerte Aktion entstehen. Es liegt
in der Natur der Sache, dass dies nicht allein aus der Schule heraus
zu leisten ist.
Wenn
Sie, liebe Leser, Unterstützung anbieten wollen, so wenden Sie
sich direkt an das Schulbüro unter der Nummer 20 94 753.
Mit jeder verkauften Postkarte wird das Engagement der Kinder belohnt
und die Summe für die Tsunamiopfer erhöht!
Unter dem
Eindruck der Tsunami Flutkatastrophe entstand die Idee zu einer weiteren
besonderen Spendenaktion. Auch in der Klasse 2b waren die Kinder der
Schule von der Tsunami-Katastrophe in Südostasien sehr betroffen:
dort sammelten die Kinder fast 300 Euro für die Opfer, ein großer
Teil davon kam aus ihrem eigenen Taschengeld.
P. Steinborn

Habt
Ihr mal auf dem Atlas nachgesehen, wie viele Länder um den Golf
von Bengalen liegen und von dieser Flut betroffen waren? Und bis zu
welchem anderen Kontinent die Welle gerast ist? Die BaSta-Redaktion
freut sich über Zuschriften, wenn ihr darüber etwas zu erzählen
wisst.
Mädchen ROCKEN Barmbek
Das 1. Hamburger Mädchenband Festival am 16.04.05 auf Kampnagel
war ein voller Erfolg.
Eine Kooperationsveranstaltung von Kulturhaus Dehnhaide, KiFaZ Barmbek-Süd,
Lass' 1000 Steine rollen/Trockendock und Kampnagel Hamburg.
Sieben Bands, deren Musikerinnen zwischen 14 und 24 Jahre alt waren
brachten die Kampnagel Music Hall zum Kochen. Das Festival zeigte wie
viel Power und Talent in der weiblichen Musikszene Hamburgs brodelt.
Musikalisch blühte eine prachtvolle Vielfalt zwischen Dark Rock,
HipHop, Soul, R&B,
Auf der
Bühne standen die Bands Champain, Naked Yoga, Sunset, Linda + Ramona,
IMD, Nothingness und Khyma. Das Publikum war bunt gemischt, über
den Abend verteilt tummelten sich 380 Kinder, Jugendliche und Erwachsene
begeistert vor der Bühne.
Mit der Veranstaltung ist es uns gelungen Öffentlichkeit für
junge Musikerinnen zu schaffen jenseits gängiger Rollenklischees
und kommerzieller Vermarktungstrategien. Das Festival hat Mädchen
und junge Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Musikrichtungen
zusammengebracht, förderte deren Austausch und die Schaffung von
Netzwerken. Eine Band-Börse mit den Rubriken Suche/n und Biete/n
wurde von vielen während des Konzerts genutzt um Kontakte auf zubauen.
Vielleicht hat es auch Zuschauerinnen motiviert selbst Musik zu machen.
Proberäume
stehen im Trockendock in der Elsastr. 41 und im Haus der Jugend Flachsland
in der Bramfelderstraße 9 günstig zur Verfügung.
Wir bedanken
uns bei den GeldgeberInnen, gefördert wurden wir durch die Kulturbehörde
der Freie und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Nord, ohne deren
finanzielle Hilfe diese Veranstaltung nicht hätte stattfinden können.
Nicole Jäger, KiFaZ Barmbek-Süd
Lass'
1000 Steine rollen! - Trockendock
Das Trockendock stellte uns sein Konzept zur Verfügung, aus
dem wir Auszüge zitieren:
Das Projekt
Lass 1000 Steine rollen! wird vom Jugendmusikzentrum Trockendock betrieben
und bietet jugendspezifische Angebote im Bereich der Freizeitaktivität,
Beratung und Suchtprävention.
Jugendlichen im Alter von 12 - 25 Jahren werden alkohol- und drogenfreie
Erfahrungsräume und Erlebnismöglichkeiten rund um die Musik
bereitgestellt. Unser Angebot richtet sich insbesondere an suchtgefährdete
und benachteiligte Jugendliche.
Bei
der Vergabe von Musikunterrichtsplätzen und Proberaumzeiten haben
Jugendliche aus Wohngruppen, Suchttherapien und therapeutischen Einrichtungen
Vorrang. Wir bieten den Jugendlichen:
- Beratung
und Einzelfallhilfe durch pädagogische Fachkräfte
- Musikunterricht
und die Möglichkeit, sich zu Bands zusammenfinden
- Proberäume
für bestehende Jugendbands
- Offene
Angeb. wie Breakdance+ freestyle Rap w Gruppenangebote wie z.B. den
Pop Chor
- Spezifische
Mädchenangebote
- Workshops
in den Bereichen Musik und Tanz
- Veranstaltungen
im Bereich Suchtprävention
- Konzertveranstaltungen
etc.
Es besteht
auch die Möglichkeit, selbst Angebote zu initiieren oder einfach
die Freizeit im alkohol? und drogenfreien Cafe' zu verbringen.
Die Jugendlichen werden in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung
unterstützt. Die Förderung von Kritik? und Auseinandersetzungsfähigkeit
sowie der Eigeninitiative sind wichtiger Bestandteil des Projektes.
Das
Selbstbewusstsein und die Selbsthilfepotentiale der Jugendlichen, gerade
in der Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol und Drogen, werden gestärkt.
Nicht zuletzt tragen die Begegnungen und Auseinandersetzung der Jugendlichen
untereinander mit ihren unterschiedlichsten Erfahrungshintergründen
und jugendkulturellen Gruppenzugehörigkeiten dazu bei.
Durch unser
Angebot wird eine überdurchschnittlich suchtgefährdete Klientel
erreicht. Die Jugendlichen und Heranwachsenden machen in unserem Projekt
die Erfahrung, sich, entgegen allen gängigen Klischees, im nüchternen
Zustand musikalisch erheblich schneller weiterzuentwickeln.
Diese Erfahrung machen sie nicht nur auf musikalischer, sondern auch
auf der sozialen Ebene im Zusammenwirken innerhalb der Band und darüber
hinaus. Die Konzeption von Lass'' 1000 Steine rollen! - Trockendock
ist einzigartig in Hamburg und erreichte im Jahre 2003 wöchentlich
über 500 Jugendliche.

Einweihung
der neuen Räume
Im
September 2003 mussten das Trockendock und die Beratungsstelle Kompass
ihr vorheriges Gebäude in der Spohrstraße verlassen, weil
es abgerissen wurde (BaSta berichtete).
Die Fertigstellung des geplanten Neubaus in der Elsastraße 41
am Adolph-Schönfelder-Park ließ auf sich warten, vorübergehend
mussten Ersatzräume in anderen Stadtteilen genutzt werden, doch
seit März befinden sich die beiden Einrichtungen im neuen Haus
und verfügen über eine Fläche von 950 qm. Eine große
Eröffnungsfeier ist für Mitte Juni geplant, doch genutzt werden
die neuen Räume bereits von den Jugendlichen.
Ein dicker Wermutstropfen trübt die Freude über den Umzug:
die Behörde für Soziales und Familie hat für die weitere
Arbeit die Mittel für Personalkosten um 20 % gekürzt. Die
8 MitarbeiterInnen wollen ein Team bleiben und fangen dies durch Stundenreduzierungen auf: das Trockendock bleibt künftig Montags geschlossen.
Die Öffnungszeiten sind:
Di - Do 15.00 - 22.00 Uhr, Fr 15.00 - 18.00 Uhr
Tel. 27 38 77
Homepage: www.trockendock-hamburg.de
ed
Geburtstagsgäste
Als wir
Claras 4. Geburtstag planten, fragte ich sie, wen sie denn einladen
wollte. "Also Daniel, Vanessa, Aurelia und Tim auf jeden Fall",
kam es wie aus der Pistole geschossen. Und dann noch Lucas, Ronja
"
- "Stopp, stopp", bremste ich sie und sah im Geiste schon
die gesamte Kindergartengruppe unsere Wohnung verwüsten, "das
wird zu viel. Für jedes Lebensjahr ein Kind." - "Also
vier", konstatierte sie korrekt. Und dann nach einer Pause: "das
wird schwierig."
Und es
wurde schwierig. Es folgten Wochen der Unschlüssigkeit über
die Zusammensetzung der Gäste. "Also Tim lade ich nicht ein,
der ist nicht mein Freund", meinte meine Tochter schon bald und
schilderte empört, wie der Junge sie vom Klettergerüst geschubst
hatte. So einer kann unmöglich dem höchsten Feiertag im Jahr
eines Kindes beiwohnen.
Ok., vielleicht näherten wir uns also im Aus-schlussverfahren dem
erlesenen Kreis der Vier. Dass sich in den nächsten Tagen allerdings
auch Vanessa und Aurelia als Gäste disqualifizierten, weil die
eine die Legosteine weggenommen hatte und die andere Claras Zöpfe
doof fand, reduzierte den Kreis erheblich. Blieben noch Daniel, Lucas
und Ronja. Aber auch diese Kindergarten-Freunde waren bald keine mehr,
weil sie beim Versteckspiel verraten hatten, dass Clara sich in der
Baumhöhle verborgen hielt. Dafür kam Tim nun doch wieder in
Betracht, weil er Clara verteidigt hatte, als man sie für gar nicht
begangene Taten anklagte.
So ging
es noch eine ganze Weile, bis ich auf eine endgültige Entscheidung
drängte, da nun die Einladungskarten verteilt werden sollten. Endlich
entschied sie sich für Daniel, Vanessa, Aurelia und Ronja.
Kurz vor dem Tag X rief ich noch einmal die Eltern an, um den Abholtermin
festzuklopfen. Schließlich sollten die Kinder zum ersten Mal ohne
die "Alten" feiern. Dabei fragte mich die Mutter von Vanessa
unterkühlt, ob ihre Tochter wirklich als eingeladen gelte. "Wieso?"
fragte ich verwundert. "Na ja, Clara hat meiner Tochter heute gesagt,
sie wolle doch nicht, dass sie zu ihrem Geburtstag komme, weil sie gemein
sei." Oh launenhafte Clara! Ich versuchte ihr klar zu machen, dass
man Leute nicht heute ein- und morgen ausladen könne, nur weil
mal gewisse Differenzen aufkeimten. So richtig sah sie es allerdings
nicht ein, weil doch die akute Differenz darin bestand, dass Vanessa
sie mit Fingerfarbe beschmiert hatte.
Der Geburtstag kam und mit ihm die vorgesehenen Gäste. Hatte ich
vorher noch Sorgen, so waren sie spätestens nach einer Stunde wie
weggewischt.
Formvollendet
bot meine Vierjährige den Kindern Kuchen und Getränke an,
animierte sie zu Spielen, tröstete die Verlierer, verabschiedete
die Gabenbringer großherzig mit den Worten "ihr könnt
gerne mal wieder Geschenke mitbringen."
Doch dann fragte sie mich sorgenvoll, ob man denn nur einmal Geburtstag
habe. Als ich ihr beruhigend versicherte, dass man jedes Jahr den Tag
seiner Geburt feiere, verwickelte sie mich in einen religiösen
Diskurs: "Werde ich denn noch mal geboren?"
Claudia Falk
Die Kreuzkirche
wird das neue Zentrum der Kirchengemeinde Alt-Barmbek
Nach der
Schließung der Bugenhagenkirche und der Heiligengeistkirche im
Sommer des letzten Jahres ist die Kreuzkirche zum neuen Zentrum der
Kirchengemeinde Alt-Barmbek geworden. Geplant ist, dass mittelfristig
alle Gemeindeaktivitäten an diesem Ort konzentriert werden. Leider
reicht der Platz in den jetzt vorhandenen kirchlichen Gebäuden
nicht aus, um die vielen verschiedenen Gruppen aus den Bezirken Bugenhagenkirche
und Heiligengeistkirche dort in der Wohldorfer Straße unterzubringen.
Der Kirchenvorstand
hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dieser Raumfrage beschäftigt
und plant, die Kreuzkirche mit einem Anbau zu versehen, in dem alle
Gruppen eine neue Heimat finden können. Ein großer Saal für
größere Veranstaltungen und verschiedene kleiner Gruppenräume
sind vorgesehen, auch das Kirchenbüro und eine kleines Café
sind in der Planung des Anbaus enthalten. Die Kirchengemeinde Alt-Barmbek
möchte mit dem Anbau, den verschieden Räumen und dem Café,
welches für alle Besucher und Gäste geöffnet sein soll,
auch die Lebendigkeit des Stadtteils stärken.
In den
vergangenen Jahren ist hier an der Wohldorfer Straße ja ein sehr
vielseitiges kulturelles Zentrum für den Stadtteil Barmbek-Süd
gewachsen. Die verschiedensten Einrichtungen mit unterschiedlichen ihren
Angeboten für die Menschen aus dem Stadtteil liegen hier unmittelbar
nebeneinander, die öffentliche Bücherhalle, das Kulturhaus
und die Seniorentagesstätte der Arbeiterwohlfahrt unter einem Dach,
daneben das Kinder- und Familienzentrum, gegenüber die Kreuzkirche
mit ihren Gebäuden und Angeboten, und jetzt ist auch noch der neu
gestaltete Marktplatz dazugekommen. Es hat sich viel in Barmbek-Süd
getan.
Der geplanten
Kreuzkirchenanbau mit seinen Räumlichkeiten wird nach seiner Fertigstellung
sicher auch für manche nichtkirchliche Aktivitäten und Veranstaltungen
aus dem Stadtteil zur Verfügung stehen, so dass die kulturelle
Arbeit der verschiedenen Institutionen dann durch die neu gebauten Räume
noch weiter gefördert werden kann. Mit dem Anbau kommt der Kirchenvorstand
seinem selbst formulierten Ziel nahe, Kirche im Stadtteil und Kirche
für alle Menschen im Stadtteil zu sein.
Pastor W. Günther
Neu
in Barmbek-Süd: Anskar-Kirche Hamburg-Mitte
Seit einigen Monaten ist es auf dem Gelände eines ehemaligen Teppichgroßhandels
in der Vogelweide 10 lebendig geworden. Die bisher auf dem Gelände
des Hamburger Großmarktes in der Lippeltstraße angesiedelte
evangelische Freikirche ist hier eingezogen.
Damit steht den Bewohnerinnen und Bewohnern unseres Stadtteils ein weiteres
Angebot an Gottesdiensten, Seelsorge- und Sozialarbeit zur Verfügung.
Derzeit
finden intensive Umbauarbeiten in dem Gebäude statt, um den ca.
300 Gemeindemitgliedern und Gästen geeignete Räume für
Gottesdienste, Gruppen- und Kinderarbeit sowie Gespräche anbieten
zu können. Auch während der Umbauphase finden sonntags um
10 und 19 Uhr Gottesdienste in einem provisorischen Gemeindesaal statt
(morgens mit Kindergottesdienst).
Weitere
Schwerpunkte der Gemeindearbeit sind die Arbeit mit Kindern von 6-11
Jahren (Pfadfinderarbeit Royal Rangers' - Stammtreff mittwochs
um 17 Uhr), die Suchtberatung (montags um 19:30 Uhr), die Spätlese'
(eine Seniorenarbeit für alle, die über 60 sind) und die Durchführung
von Grundkursen zum Kennenlernen des Glaubens (nächster Kurs vom
25.-27. Februar 2005).
Die Anskar-Kirche
Hamburg-Mitte freut sich, wenn ihre Angebote auch von Bewohnerinnen
und Bewohnern des Stadtteils Barmbek genutzt werden. Die derzeitige
Umbauphase wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres beendet sein.
Zu dem großen Einweihungsfest des neuen Gemeindezentrums sollen
auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils eingeladen werden.
Für weitere Informationen steht das Gemeindebüro der Anskar-Kirche
Hamburg-Mitte gerne zur Verfügung. Die Bürozeiten sind Montag
bis Freitag von 10-13 und 14-17 Uhr.
Kontakt:
Anskar-Kirche Hamburg-Mitte
Vogelweide 10
22081 Hamburg
Tel.:
040/320 24-0, Fax: 040/320 24-290
Email: anskar@t-online.de
Internet : www.anskar-hamburg.de
Eine
Freikirche ist eine Kirche, die sich ausschließlich aus freiwilligen
Spenden ihrer Mitglieder finanziert. Sie ist unabhängig vom Staat.
Weltweit gibt es wesentlich mehr Freikirchen als Staats- oder Landeskirchen.
In Deutschland sind Freikirchen meist als eingetragene Vereine organisiert.
Manche Freikirchen sind - abhängig von Alter und Größe
- Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Anskar-Kirche
Hamburg-Mitte ist ein eingetragener Verein.
Tag der offenen
Tür in der Adolph-Schönfelder-Schule
Dass unsere
Kinder eine tolle Schule haben, wissen wir als Eltern schon lange. In
Zeiten der Diskussionen über Schulschließungen ist uns bewusst
geworden, dass wir uns nicht mehr still darüber freuen sollten,
dass unser Stadtteil eine so gute Grundschule hat, sondern dass man
das, was man hat, auch gerne zeigen darf.
Das Kollegium
der Adolph-Schönfelder-Schule sieht das genauso und deshalb wurden
dieses Jahr gleich zwei "Tage der offenen Tür" organisiert:
zuerst für die Zweigstelle Käthnerkamp am 27. Januar und dann
am 22.Februar in der Zeisigstraße.
Die
Vorschule:
Für die "jungen Eltern" war sicherlich der Blick in eine
der beiden Vorschulklassen am interessantesten. Hier bereiten zwei Sozialpädagoginnen
die fünf- bis sechsjährigen Kinder liebevoll auf das Schulleben
vor. Ab dem nächsten Schuljahr (August 2005) wird die Vorschule
auch noch verlässlich, d.h. die Kleinen werden an jedem Schultag
von 8 bis 13 Uhr lernen und spielen.
Eltern, deren Kinder ab Sommer die erste Klasse besuchen werden, hatten
die Möglichkeit, ihre eigenen Schulerfahrungen mit heutigem Unterrichtsgeschehen
in der Klasse 1b zu vergleichen.
Sportbegeisterte Eltern konnten Sportunterricht verschiedener Klassenstufen
beobachten.
Zusätzliche
Angebote:
Unsere Schule bietet neben dem fast schon üblichen Angebot wie
Musikraum, Bibliothek und Schulküche auch noch einen gut ausgestatteten
Computerraum mit zehn Arbeitsplätzen. Dort wird nicht unbeaufsichtigt
"herumgedaddelt", sondern die Kinder lernen den elementaren
Umgang mit diesem Medium und können beispielsweise eigene Texte
in Form bringen.
Das Schulprogramm
unserer Schule betont ganz besonders die sogenannte Steigerung der sozialen
Kompetenz ihrer Schüler. Das bedeutet, dass die Kinder von Anfang
an lernen, ge-waltfrei und freundlich miteinander umzugehen. Dazu dienen
pädagogischen Maßnahmen, wie der Unterricht im Programm "Faustlos"
ab Klasse 1 und der Streitschlichterausbildung ab der 3.Klasse.
Zudem setzt die Schule auf viel Bewegung. Dies findet nicht nur in den
Pausen auf dem Schulhof mit dem Spielcontainer statt z.Zt. allerdings
durch die Bauarbeiten arg begrenzt-, sondern auch im Unterricht, indem
ein Bewegungsraum geschaffen wurde, der bei allen Kindern sehr beliebt
ist.
Die
Schulhofumgestaltung:
Die Einbeziehung aller Schüler und interessierter Eltern in die
Vorschlagsphase der Schulhofumgestaltung hat in den Köpfen der
Erwachsenen etwas in Bewegung gesetzt. Wir im Elternrat können
beobachten, dass sich in der Adolph-Schönfelder-Schule immer mehr
Menschen engagieren. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist es fast
kein Problem mehr, Eltern zur Mithilfe zu bewegen. Was alles so bewegt
wird, berichten wir ausführlich in der nächsten BaSta!
Vera Völkl aus dem Elternrat

Elternaktion
zur ASS-Schulhofumgestaltung war ein voller Erfolg!
Damit hatte
der Elternrat Adolph-Schönfelder-Schule nicht gerechnet: mehr als
30 Eltern und Kinder folgten Aufruf, sich an der Verschönerung
des Schulhofgeländes aktiv zu beteiligen.
Bei strahlendem Sonnenschein, aber frostigen Temperaturen wurden unter
Anleitung der Garten- und Landschaftsarchitektin Frau Tielemann zahlreiche
Büsche und Sträucher im Bereich der Schuthofeinfriedung mit
Sscheren und Handsägen auf "Stocklänge" geschnitten.
Nur mit Mühe konnte der angefallene Holzschnitt vom Schulhausmeister,
Herrn Peters, abgefahren werden.
Zur Belohnung gab es anschließend eine wärmende Suppe und
ein Heißgetränk und zum Abschluss für Kinder und Eltern
eine "motorisierte" Schlittenfahrt auf der Schulwiese. Und
weil der Spaßfaktor bei dieser Elternaktion sehr hoch war, ist
auch schon der nächste Termin geplant: Im Mai sollen die im Rahmen
der Schulhofumgestattung wieder verwendeten alten Spielgeräte einen
neuen Anstrich bekommen.
Dütt un
datt op Platt
Erbauliches von Helga
Kelling
Bi
Mudders smeckt datt anners.
Hallo, Swiegermüdders!
Hebbt Ji datt ok jümmers,
datt de vullwussen Söhn Juch froogt:
Wie mookst du dien Kantüffelsalot?
Mien Fru kanners.
Smeckt aber anners!
Irgendwatt fehlt door an!
Woveel Löpels Essig mutt door an?
Denn
kumm ick bannig inne Kniep
watt ick op de anner Siet
nie nich datt affmeten do!
Een, twee Schuss doorto,
probeern fehlt noch Solt un Zucker,
denn is datt in Butter!
Böten Peper över wech.
De Schü is trecht.
Aber
bi datt verkloorn
is datt man bloot halv worrn!
Heff to veel gammelt
un de twee Eier verdammelt!
De mildert datt son böten.
(Mutt man eenfach versöken)
Bi de Ferndiaknose kööm datt ruut,
aber denn wär de Soss no sien Snuut.
Nu
de fein sneden Kantüffel rin un annern Morgen
föör brunen Speck un brune Zippeln sorgen.
Bi datt Utbraten bruukt man Geduld.
Wenn datt nicks ward, bünn ick nich schuld!
Goldbruun mööt Speck un Zippeln sien!
Datt mutts weten!
Allens inröhrn un denn kanns datt eten.
Will
een vun de Lesers datt mal probeern?
Bruukt Ji bloot mien Riemel studeern!

In´n
Internet.
Boris is drin un is bannig froh,
aber ick bünn woll to dumm dorto ?
Datt Chatten deiht all klappen!
Egentlich ist datt Mist!
Wo datt anne Stripp veel eenfacher is!
Datt
Sabbeln geiht bi mi fixer, as Chatteln!
Good, wenn de Anner nich door
kumms dormit beter kloor
Son E-Mail kanns ok övernacht schicken
ohn emm dorch datt Bimmeln to beglücken.
Son
SMS op d´ Handy is sowieso trendy
un piept bloot eenmol un nich luut.
(Denn kricht de anner nich de Wut !)
Ward datt gewohr, wenn he kümmt no Huus
oder slöppt wieder,
ohn datt emm watt in d´Ohr bruust.
Heff
ick ´n E-Mail, wenn ick denn PC mook an,
denn duert datt bi mi noch lang!
Bitt ick allens richtig anklick heff
is de Info old un....west!!
Sie
haben Post, seggt de PC
un bitt ick heff denn richtigen Dreh,
bimmelt bi mi datt Telefon!
(Datt ick ´n Döskopp bün, weet alle Mann schon!)
De Klingelkasten hett mi een Noricht gewen
un so geiht mi datt eben;
üm to löschen de Wöör,
heff ick denn datt Malheur!
Watt
mook ick nu? Heff ick mi verfohrt.
Keen een hett mi nu datt verkloort!
Watt nützt mi dat Internet,
wenn ick noch gorkeen Ahnung heff!!

Ditt
heff ick funn´n un in datt Plattdütsche brocht:
Politik good verkloort
De lütte Söhn kööm to sien Vadder un froogt emm,
watt he emm woll verklummfiedeln kunn, watt Politik is. De Vadder sä:
Jo mien Jung, datt kann ick di vertellen. Ton Bispill uns Familje.
Ick bring datt Geld no Huus, also bünn ick de Kapitalismus.
Die Modder passt op datt Geld op, also is se de Regierung. Wi beid hööd
un pleegt di, also büst du datt Volk. Uns Mamsell is de Arbeiterklasse
und dien lütten Broder is de Tokunft. Hess datt verstohn?
De Söhn is sick nich ganz seker. He müch datt ersmol överslopen.
Meern inne Nacht wookt he op, weil sien Broder blarrt, watt he inne
Windeln mookt hett.
He steiht op un geiht inne Sloopstuv to sien Modder. Aber de gnarrt,
datt he man to de Mamsell slarpen schull. He geiht no de Mamsell und
find sien Vadder bi eer inne Puuch. He kloppt düchtig anne Döör,
aber de beiden röögt sick nich. So geiht he wedder to Bett
und slöppt wieder.
Annern Dag froogt Vadder emm, ob he datt nu begrepen hett, watt datt
mit de Politik op sick hett un ob he datt mit sien egen Wöör
verkloorn kunn.
De Söhn anter:Jo, datt kann ick. De Kapitalismus schännt
de Arbeiterklass wieldess de Regierung slöppt. Datt Volk ward gornich
anhöört un de Tokunft liggt vull inne Schiet.

Grootmodders
fröher....!
Keen kennt noch de Grootmodder
in schlohwittet Haar
mit eer Knüttüch in´n Lehnstohl?
Se wär jümmers door!
Een Wulldeck op de Knee nickte se geern mal in.
Un kööm blarrend de Enkelsöhn rin,
tröck se denn Lütten gau op denn Schoot.
Mit heile, heile Segen wär allens wedder good.
Se
vertellte de Märken so wunnerschön!
Doorbi harr se in eer Muul keen eenzigen Teen!
Datt hett uns Kinner nie nich stört.
Hauptsook, wi hebbt Geschichten hört.
Denn Rüch all krumm un Rheuma inne Been
güng se kuum ruut! Wi wärn nie nich alleen!
Datt
wär för uns Kinner een feinet Lewen!
Wo is de ole Tied bloot bleben??
An Sünndag, to Kark, door hett se sick fein mookt
in´n wullenen Mantel un op denn Kopp eern Hoot.
Üm denn Hals Bernstein-Getütel.
Een Groschen mit för denn Klingelbütel.
Op
denn Trüchwech kregen wi n Lolli inne Hand.
Doorför hett de Rent grood noch langt!
Sick sülben hett se gornicks günnt!
So, as Grootmodders nu mal sünd!
Wi wärn doormit jüst tofreden
un hebbt uns wünscht,
datt se lang deiht leben!!

Datt
´s ok watt för Omas
An´n 6. Januoor heff ick mien letzten Wiehnachsmann denn Kopp
affbeten. Ick harr son Jieper op watt Sötes. Ünner sien Fööd
stünn:Gefüllter Vollmilch-Schokoladenhohlkörper
mit reichhaltiger Milchfüllung: Ick dacht, wo hebbt se datt
denn mookt? Ick denn dormit ganz sinnig över datt Spöölbecken,
wenn door Melk rutlöppt? Nee, lööp aber nix. Binnen wär
son twete Schicht witten Kroom. (Wär Kinnerschokolad!) De Melk
wär sünst jo ok suer worrn!
Poor Stücken sünd glieks affbroken un in denn Wiehnachsmann
sien Buuk land. Denn Rest harr ick op mien Kledaasch! Ick heff de Stückens
all wedder tohoop kleit un denn wegneiht. Hett good smeckt!
Tschä, Kinnerschokolad is ok watt för uns Olen! Weet Ji worüm?
De is nich so hart un datt Freet-warktüüg schafft datt ohn
datt datt twei geiht!!!

Grootmodder
hüüt
Woneem is de Grootmodder ut de Ole Tied?
De levt jüst anners hüüt!
Datt Haar tönt un duerwellt!
Märken ward nich mehr vertellt!
Se sitt nich in´n Lehnstohl un kromt nich
in eern Backbeernmus.
Se is sowieso kuum noch to Huus.
Se
höllt veel vun Mode, ob kott oder lang.
De hütige Omi is vorr gornix bang!
Se kajolt dorch de Gegend mit eern PKW
männigmal sogor bi Is un Snee!
Se reist int Utland jümmers wedder
un tröckt n Rock an ut Nappaledder.
In
Omis Muul, door fehlt keen Teen!
Mit eer dritten is se hüüt noch schöön!
Se geiht ton Danzen un in ´n Fitness-Center
un weet genau woans an´n PC datt Enter!
So sünd uns Omis hüüt ganz modern.
Wi wüllt uns doröver ok nich besweern.
Se
sorgt sick noch jümmers
üm eer Familjenleven,
denn datt Hart von son Oma
is datt sülbige bleben!
Statt Märken vertellen, kiekt se Foodball mit an
un schreet bi n Tor, so luut, as een Mann.
So is se jümmers meernmang!
Un stellt juch vorr ....! Se is nie nich krank !!
Sommer
2004: Datt heff ick würklich belevt
Mien Jung harr sick een swatte Murerbütt kofft, doormit he jümmers
warmet Woter ton Waschen in´n Gorden hett. De Sünn mookt
datt. Ick wär bi datt Rasenmeihn. Nu güng datt bargan. Ich
heff een mit n Gangschaltung. Geiht fein! Trüchwards; Gang
ruut un rullen loten!
Ick lööp
ok trüchwards. Heff anne Bütt nich mehr dacht un ....bumms
seet ick mit mien Achtersteven inne Tünn! Samt Klamotten in datt,
ton Glück, warme Woter! De Been noch buten hüng ick, as son
Käfer
op n Rüch, in de Bütt. De Meiher rull op mi to, denn
Griff harr ick vorr mien Näs! So kööm ick door nich ruut!
Röppst üm Hölp? De Nahber wär jo door. Wär
bloot de Heck doortwischen. Nee, datt deihst nich, dach ick. De Meiher
mutt ersmal vorr dien Näs wech! Also een Pedd mit denn Food gegen
denn Grasfangkorf! De sprüng aff un watt de Motor jo noch lööp,
is mi datt Gras inne Snuut flogen! Nu, wär ick ünnen natt
un boben gröön!!
As ick
mi mit grote Möh door ruutwoddelt harr, dach ick man bloot watt
`n Glück, datt datt keen een sehn hett! Ick heff datt loter
doch mien Nahber vertellt. He hett düchtig lacht un hett seggt:
Worüm hess mi nich ropen? Ick harr di rutholpen un gau n
Bild mookt! Süh, datt heff ick nu groot nich wullt!!
Denn...
keen denn Schaden hett, bruukt föör denn Spott nich sorgen!
Hi
Erdlinge,
Ich habe in der letzten Zeit mal ein paar Versprecher gesammelt.
Eine
mir nahe stehende Person sagte kürzlich: "Diese Digitalcamera
ist bestimmt ganz gut, weil sie ist von Menorca."
Ich entgegnete dann nur sehr ruhig:" Du meinst bestimmt von Minolta".
Sie dann: "ja genau..."
Wenig
später erwähnte sie, dass sie drauf und dran war kein Bier
mehr von Warsteiner kaufen zu wollen, weil die doch bei den "Science
Fiction" sind. Ich entgegnete dann, dass das Gerücht,
Warsteiner wäre von den "Scientologen", sich nicht als
Wahrheit herausgestellt hätte.
Meine dänischen
Freunde sorgen auch für sehr merkwürdige Versprecher.
Er: "Das ist garantiert richtig, da kannst Du von rausgehen!"
oder der andere: "Wir sind so unterschiedlich wie Nacht und
Nebel." Noch ein anderer:" Da gab es Freibier und das
sogar umsonst".
Dass der Oberkörper von mir aus Versehen zum Überkörper
wurde und das "Haus mit Musik im Stadtpark" zum Waldhaus
Lanter wurde, ist dann im Preis mit drin.
Wenn sie gleich viel Bier trinken, weil sie immer zusammen 2 neue bestellen,
streiten sie sich doch gern hinterher darum, wer mehr Bier getrunken
hat und deswegen mehr bezahlen muss.
Der
letzte Spruch, nachdem der eine Däne mir zeigen wollte wie man
in Dänemark die Frauen "anmacht".
Er sagte: "Na Schnuckie, wie heißt Du denn?"
Superoriginell! Da war ich echt baff...
Später
sah er dann eine echt Hübsche allein am Tisch sitzen. Mehrmals
wies er mich daraufhin und meinte er müsse unbedingt dahingehen
und mit Ihr ein schönes "Abschiedsgespräch" haben.
Hm, ich wies in darauf hin, dass dies das Mädchen sei, dass er
so "cool" angesprochen hatte und sie gerade, weil viel gearbeitet
in der Bar, ne Pizza möglichst abseits isst, weil sie wohl nicht
gestört werden will.
Mit einem breiten Grinsen stand er dann im Eingang und verabschiedete
sich mehrmals von allen.
Ihr Erdlinge
seid sonderbar. Tschüß!
Euer Kellalien
Mitgefischt
oder: Fisch für die Katze
Urlaube in kleinen spanischen Fischerdörfern ohne Animationsclub,
Swimmingpool und Vergnügungspark können für kids schon
öde sein. Oder aber ihre Beobachtungsgabe schärfen, ihre Aufmerksamkeit
auf Dinge des ursprünglichen, natürlichen Lebens lenken.
Mein Freund
und ich saßen gemütlich in einem idyllischen Restaurant in
der Bucht von El Cotillo, einem Geheimtipp-garantiert-kaum-Touris-Urlaubsort
auf Fuerteventura (was er jetzt wohl die jetzt die längste Zeit
gewesen ist) und genossen ausgiebig unser Meeresfrüchte-Mittagsmahl.
Clara war hingegen schnell fertig mit ihren Pommes und fand besinnliches
Blicken aufs Meer zu wenig actionreich.
Also freundete sie sich zunächst mit der herumstreunenden Katze
an und dann mit einem Angler, der einige Meter vor uns am Quai saß.
Ein leicht untersetzter, hungrig blickender Mann, der stoisch immer
wieder Köder an seiner Angel befestigte und sie routiniert ins
Wasser warf.
Claras Kreise um ihn wurden immer enger, bis sie schließlich neben
ihm saß und jeden seiner Handgriffe beobachtete. Ausdauernd. Manchmal
schnurrte die Katze mit prüfendem Blick an ihnen vorbei.
Er
würdigte beide keines Blickes. War Clara ihm lästig? Ich
mobilisierte meine Spanischkenntnisse und fragte ihn. No, no,
esta bien, murmelte der Einheimische ebenso stoisch, wie er die
zerdrückten Weißbrotknödel an den Haken applizierte.
Umso besser, dann war ja noch ein Capuccino drin.
Plötzlich kam Bewegung ins Geschehen die Angel zuckte, der
gut genährte Einheimische holte die Beute ein ein mickriges
Exemplar von Fisch. Doch wo war der Eimer zur Aroma erhaltenden feuchten
Aufbewahrung? fragte sich der Laie und wunderte sich: Herzlos steckte
der pescador den noch zappelnden Fisch in eine Plastiktüte und
warf sie unverknotet ein paar Meter von sich entfernt
auf den Asphalt.
Clara das konnte ich von meinem Cappuchino-Genuss-Platz aus genau
sehen redete auf ihn ein. Ohne Resonanz. Ja, nun weiß ich
es auch: zu einer guten Urlaubsvorbereitung gehört auch, der Vierjährigen
ein paar spanische Vokabeln aus der Welt der Fischer und Jäger
beizubringen. Ich fands jedenfalls auch empörend, das noch
lebende Schuppentier aufs Trockene zu setzen.
Als sich
die Plastiktüte zappelnd wegbewegte, sprang Clara auf, fasste eine
Ecke an, lugte hinein und schrak wieder zurück. Schon war auch
die Katze mit ihrem untrüglichen Instinkt für Leckereien zur
Stelle. Sie stupste die Tüte an: Ein letztes Mal bäumte sich
das Tier in seiner Plastikumhüllung auf und blieb dann liegen.
Längst hatte sich Clara mit der Katze verbündet. Zwar antwortete
sie auch nicht, als Clara mit ihr sprach, aber von unserer Nachbarin
zu Hause wusste sie, dass Katzen Fische köstlich finden. Sie ergriff
mutig die Tüte, kippte den Fisch aus und schob den matten Gesellen
mit dem Fuß vor die Pfoten. Miezi ließ sich nicht lange
bitten und verschlang den halbtoten Fisch gierig an Ort und Stelle.
Ohne
sich noch einmal nach dem Angler umzusehen, setzte sich Clara rasch
zu uns unter einen tief geneigten Sonnenschirm und wartete lammfromm,
bis wir das Essen und den Capuccino bezahlt hatten.
Claudia Falk
Rezepte
Makrelen-Dip
Zutaten:
Ca. 500g geräucherte Makrele
1 Frischkäse (z.B. Philadelphia)
Klacks Butter
Petersilie
Zitronensaft oder Sherry
Etwas süße Sahne
Zubereitung:
Makrele abpulen, in Stücke schneiden und zum Frischkäse
geben.
4-5 Esslöffel Sahne hinzugeben, mit Butter, Pfeffer und Petersilie
unterrühren, mit Zitronensaft oder Sherry abschmecken.
Bananen-Curry-Dip
Zutaten:
250g Magerquark
½ kleines Glas Mayonaise
1-2 mittelgroße Bananen
Zubereitung:
Bananen musen und mit Quark und Mayo vermengen, alles gut verrühren.
Etwas Zucker, Salz und Currypulver nach Geschmack hinzugeben.
Der Dip passt auch zu Fondue und Raclette.
|
Spinat
mit Joghurt und Knoblauch
Zutaten:
2 Pakete Blattspinat, gefroren
2-3 Becher Magermilchjoghurt
Knoblauch
Öl, Salz
Zubereitung:
Blattspinat auftauen und ausdrücken, dann in der Pfanne in
Öl mit Knoblauch und etwas Salz heiß werden lassen
und solange wenden, bis der Spinat ziemlich trocken ist. Anschließend
in eine Auflaufform
geben und stehen lassen.
Joghurt mit Knoblauch und etwas Salz abschmecken und über
den abgekühlten Spinat schichten. Alles kalt stellen.
Schmeckt gut als Beilage an heißen Sommertagen.
Guten
Appetit!
Heidi
Seiffert
|
MellDung!
Die kugelsichere
Ballistik besagt: Der Ball ist rund, das Spiel hat neunzig Minuten und
es gibt nur ein´ Rudi Völler!
Eine Mannschaft besteht aus kurz vor zwölf, zur Trikotierung gehören
Stollen ohne Rosinen und das runde Leder gleicht einer rasierten Schwarzbunten
frisch vonner ostfriesischen Fettweide; soviel immerhin weiß die
Rudimentäre Ballerina.
Der
fußzinierte Teilzeittrainer dagegen, der aus familieneigener Talentschmiede
den eigens heran gezüchteten nullbeinigen MiniMatthäus auf
Grün setzt, hat gezieltere Vorstellungen: Goaldenes Dribblom an
der höheren Rasenschule für seinen hausgemachten Shooting-Star!
Allwochenendlich
manövriert der Selfmade-Manager seinen spuckefrisierten Sprössling
zum Bubibuffen auf taufrische Provinzwiesen. Aus sicherer Entfernung,
sozusagen als regieführende Randfigur, dirigiert er dann mit lautstarken
Kommandos seinen bettnässenden Tippkicker über den Platz und
verbittet sich jeglichen Fehlpass bei Höchststrafe: Stubenarrest
plus Ferniverbot.
Oh, Lattenschuss!
Verdammt! Der bolzende Bengel würde am liebsten gegen tödlichen
Kopfschuss tauschen, muss aber einen (Fall)Rückzieher hinlegen,
tappt dabei in die Abseitsfalle und wird, nur foule elf Meter von seinem
Coachpotatoepapa entfernt, voll abgerammt vom gegnerischen Zwergwichtel
Nummer Zwo, rumsdibums! Ad hoc setzt verbotenes Handspiel ein, die Fäuste
fliegen, Fetzen und Milchzähnchen folgen auf dem Fuße. Wie
angekni(r)pst stürmen beide Scream-Teams (nur der Torwartet! Worauf
denn bloß?!) aufeinander los und prügeln sich windelweicher
als gehabt! Rote Karte für alle spendiert der Schieri, kick over,
finito statt Finale!
Na, Vadder
Aballam, das sind ja fäntastische Aussichten für rollende
AugenTaler in der profitablen Profi(l)Liga für die Schlumpfbrut!
Money der Libero steckt jedenfalls mindestens knöcheltief inmitten
einer schwersten Identitätskrise, auch wenn die Verbandsliga augenscheinlich
gemeistert zu sein scheint (denn Treffer gab´s ja auch genug mitten
auf die Elf!). Man sah-nie-Täter, aber Sanitäter
Mit ligalen Mitteln wird der Beckham-Clown, äh, Klon nun also nicht
mehr in der/die Manege treten. Hat sich´s mit Ballhalla! Von allen
Sportsgeistern verlassen hockt das heulende Turnväterchen nun unterm
vereinseigenen Strammtisch und lässt sich, auf den Spuren von P.Breitner,
tüchtig vollaufen.
Völlig
struunz und Flasche leer werden neue Träningsmethoden ausballdowert:
Taktisches Tretminentrampeln unter härtesten Bedingungen am Ballaton
oder auf den Ballearen? Oder lieber legionäres Straflager mit ausgekugelten
Schusstechniken bis zur Vergrasung? Kommt Streit, kommt Rat.
Nach
stadionärer Wundbehandlung jedenfalls, ist auch der ramponierte
Rasenrambo wieder transportfähig, aber längst nicht platzreif.
Er reagiert fortan auf innere Schweinehunde und heranschleichende Muskelkater
mit haarsträubenden Wucherungen an den Fußballen und toller
Wut. In solchen Fellen rät das ballistische Bundesamt dringlichst
davon ab, Sportdrohungen offen auszusprechen, da verballe Auseinandersetzungen
die Symptome drastisch verschlimmern könnten.
Im Einzelfall
ist es dabei im Endstadion schon zu fußballgroßen Gedächtnislücken
gekommen, die kein Netzer mehr flicken kann. Doch bitte keine übereilte
Torschusspanik! Seichtes Gehirnjogging und Denksport im Allgemeinen
eignen sich hervorragend zur Rehaballitation. Zu Risiken und Nebenwirkungen
fragen Sie
na, wen schon: BallaBalla Malladonna!
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