| Vorwort
Liebe Leserinnen
und Leser,
Die Zeichen stehen auf Sport - es ist nicht zu übersehen!
Die neue BaSta stellt sich darauf ein und berichtet über einige
sportliche Aktivitäten im Stadtteil, besonders unsere Jüngsten
sind nicht zu halten und machen uns vor, was Körperertüchtigung
heißt.
Denn Hand
aufs Herz: drängt sich uns Älteren nicht doch oft der
Gedanke auf, dass wir uns mehr Bewegung gönnen könnten, anstatt
die Zeit vor Fernseher und Computer zu verbringen?
Öfter mal das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen, das Fahrrad
abstauben und eine Runde um die Alster drehen oder an den Kanälen
entlang die grünen Lungen der Stadt entdecken. Wann waren Sie das
letzte Mal in den Walddörfern oder an der Elbe?
Nun, für
gute Vorsätze ist noch ein wenig Zeit, das Frühjahr hat mit
Verspätung gerade erst begonnen; warten wir mal ab, was sich daraus
entwickelt.
Im Stadtteil wird ja allerhand geboten für ernsthaft Interessierte,
von BodyFit über Nordic Walking bis zu den WaightWatchers. Der
Verein SportSpaß lockt mit seinen zahlreichen Angeboten und ein
Erlebnis-Bad ganz in der Nähe will auch entdeckt werden. Außerdem
beginnt bald die Wassersaison: mit Paddelboot, Ruderboot oder - für
Untrainierte - behäbigem Tretboot eine Kanalrunde drehen hat doch
was, ein echtes Feierabenderlebnis.
Nicht berücksichtigt
haben wir die fibrig erwartete Fußballweltmeisterschaft; mit passendem
Gedicht einer Leserin wollen wir dem wichtig(st)en Thema an dieser Stelle
gerecht werden:
Das
Tor!
Des einen Freud, des anderen Leid,
Wenn der Ball ins Tor reinschneit.
Ein Stürmer hat den Gegenspieler ausgetrickt
und den Ball ins Tor gekickt.
Er reißt die Arme hoch nach oben,
lässt sich von seinen Kameraden loben.
Küssend rollen sich elf Fussballrangen,
tätscheln zärtlich ihm die Wangen.
Dankbar klopfen sie ihm auf den Po,
ach was macht das Tor sie froh.
Denkt der Torhüter: so ein Scheibenkleister,
bisher war ich im Torehalten doch Meister!
Seinen Vormann schaut er fragend an,
der dieses Tor auch nicht verstehen kann.
Des einen Freud, des anderen Leid...
bis zur WM ist es nun nicht mehr weit!
- Ingeborg Ahrens -
Wir wünschen
allen Fußballfans viel Spaß und Fairness (nur einer kann
gewinnen, auch wenn viele gut sind...) und allen Nichtfans schöne
Sommerabende ohne TV, die auf ungewohnt leeren Plätzen, in Parks
und lauschigen Gärten ein neues Naturgefühl entdecken könnten.
Machen Sie das Beste daraus - empfiehlt Ihnen Ihre BaSta-Redaktion!
Kurzmeldungen
für Barmbek
Museumslinie
Einen Besuch im Museum der Arbeit mit einer Anreise über Alster
und Kanal verbinden - mit dem Dampfer St.Georg können
Sie wieder bis 29. Oktober an allen Wochenenden und Feiertagen vom Jungfernstieg
zum Museum und wieder zurück schippern. Die Fahrkarte ist gleichzeitig
Eintrittskarte.
mehr: www.alstertouristik.de
www.museum-der-arbeit.de

Die
Geschichte der alten Dame
Leser/innen des Hamburger Abendblatts haben in den vergangenen Wochen
Anteil genommen an dem Schicksal der alten Dame aus Kummerfeld, die
offensichtlich von bestellten Betreuern nicht wirklich zu ihrem Besten
betreut wurde und gegen ihren Willen ein Haus verkaufen musste.
Die Berichte haben viele Fragen aufgeworfen. Wenn sie damit rechnen,
eines Tages selbst auf solche Hilfen angewiesen zu sein, können
Sie vorbeugen; Sie können z.B. eine Vorsorgevollmacht ausstellen
und selbst eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens darin benennen.
In einer Betreuungsverfügung können auch Personen, zu denen
Sie kein Vertrauen haben, ausdrücklich ausgeschlossen werden. Sie
können Ihre Entscheidungen auch wieder ändern.
Sollten Sie bemerken, dass eine Betreuung gegen die Interessen des Betroffenen
stattfindet, ist es möglich, die Bestellung eines Kontrollbetreuers
anzuregen oder Kontakt zu einem Fachanwalt für Betreuungsrecht
aufzunehmen.
Für
weitere Fragen und Informationen stehen z.B. die Hamburger Betreuungvereine
zur Verfügung, für den Bezirk Nord wäre die zuständige
Adresse:
Betreuungsverein
Hamburg Nord
Barmbeker Straße 45, 22303 Hamburg
Telefon: 27 28 -77 bis -80, Fax: 280 71 59
Sprechzeiten: Mo + Mi 9 -12 Uhr, Do 14 - 18 Uhr
Homepage: www.bhn-ev.de
Die
Behörde für Familie und Soziales hat eine Broschüre mit
dem Titel Ich sorge vor! herausgegeben, die Sie ebenfalls
bei den Betreuungsvereinen erhalten oder direkt bestellen können
gegen einen frankierten A5-Umschlag als Büchersendung
bei der
Behörde für Soziales und Familie
- SI 3 Gz. -
Postfach 76 01 06, 22051 Hamburg

Barmbeker
Rundgänge
Die Geschichstwerkstatt Barmbek bietet in diesem Jahr wieder Stadtteilrundgänge
an. Gruppen können bei verbindlicher Zusage auch individuelle Termine
verabreden. Die offiziellen Termine vor den Ferien:
Auf den
Spuren der Bertinis - Ein literarischer Spaziergang , Sa.,
20. Mai 06, 14.00 Uhr.
Treff: Hufnerstraße Ecke Hellbrookstraße, vor ALDI,
Teilnahmegebühr 4,00 Euro
Vom Wiesengrund
zum Industriegürtel - Der Osterbekkanal, Di., 30. Mai 06 18.00
Uhr.
Die große Geschichtsrundfahrt über Osterbek-, Stichkanal,
Stadtparksee, Goldbekkanal, Rondeelteich, Alster, Langen Zug mit dem
Dampfschiff St. Georg (in Zusammenarbeit mit dem Verein Alsterdampf-schifffahrt
e.V.)
Treff: Löchplatz Lämersieth am Osterbekkanal, nahe der Brücke
Bramfelder Straße.
Anmeldung in der Geschichtswerkstatt erforderlich. Teilnahmegebühr
13,00 Euro
Komm
zurück, Natur!, Sa., 10. Juni 06 14.00 Uhr
Ein Grenzgang am Eilbek, mit Turmbesteigung des Turms der Versöhnungskirche.
Treff: Eilbektal Ecke Maxstraße Teilnahmegebühr 4,00 Euro.

Barmbeker
Spieletag
In der Zinnschmelze finden weiterhin an jedem dritten Sonntag im Monat
von 14-16 Uhr die Spieletage statt. Zu den Rennern gehört
das Strategiespiel Siedler, aber viele andere Brettspiele
stehen ebenfalls hoch im Kurs. Nächster Termin ist der 21. Mai.
Stadtteilkulturzentrum Zinnschmelze, Maurienstraße, www.zinnschmelze.de
ed
Barmbeks
Kaufhausgeschichte
Das Karstadthaus
im Einkaufszentrum Hamburger Straße wird zum Jahresende 2006 schließen,
wurde kürzlich berichtet. Dies ist sicher nicht nur ein Verlust
von Arbeitsplätzen, auch dem EKZ geht ein Magnet und dem Stadtteil
ein weiteres Stück Geschichte verloren.
Zu einer Zeit, in der die Hamburger Straße als Mönckebergstraße
Barmbecks bezeichnet wurde und noch zum Flanieren einlud, hat
es neben vielen Geschäften, Cafés, Patisserien auch große
Kaufhäuser gegeben, die Kundschaft aus Nah und Fern anzogen und
zur Attraktivität des Stadtteils einen Beitrag leisteten.
Anno 1903
öffnete zwischen Deseniß- und Rönnhaidstraße,
Hamburger Straße 101-103, das Warenhaus der Gebr. Heilbuth seine
Pforten, das erste große, moderne Kaufhaus Hamburgs hatte sich
für den Standort Barmbe(c)k entschieden. Gegenüber in der
Nr. 98-100, Ecke Oberaltenallee/Hamburger Str./Wagnerstraße, residierte
das Textilkaufhaus Toedt und auf gleicher Seite in Richtung Mundsburg,
Nr. 70-72, entstand gleich nach dem ersten Weltkrieg ein Kaufhaus der
Rudolph Karstadt AG.
Dieses Haus wurde nur vorübergehend genutzt, denn wegen baulicher
Mängel musste das Kaufhaus Heilbuth aufgegeben werden. Die Karstadt
AG erwarb das Grundstück.
Im März 1928 wurde das seinerzeit modernste Kaufhausgebäude
Europas eingeweiht Karstadt in Hamburg-Barmbeck. Viergeschossig,
auf 5000 qm Grundfläche, 26 Meter hoch mit quadratischem Turm,
der weitere 10 Meter Höhe erreichte; darauf eine 15 Meter hohe
Lichtsäule, die nachts leuchtete und das Straßenbild prägte
(Bilder rechts oben).
Neuartig war die große Rolltreppenanlage neben 6 Personenaufzügen.
Der riesige Dachgarten war im Sommer ein Freiluftcafé mit Blick
über den Stadtteil, Nachmittags spielte eine 5-Uhr-Tanzkapelle.
Das Gebäude
umfasste 3 Straßenseiten mit 32 Schaufenstern auf 246 m Länge.
Alte BarmbekerInnen erinnern sich an ihre Kinderzeit, als die Schaufenster
von Karstadt zu Weihnachten besondere Anziehungspunkte waren mit beweglichen
Märchenbildern und Unmengen Spielzeug, von denen die meisten der
hier lebenden Arbeiterkinder nur träumen konnten.
Im Kriegsjahr
1943, während der Aktion Gomorrha, wurde während
des Untergangs Barmbeks auch Karstadt durch Sprengbomben zerstört.
Viele Menschen kamen dabei um, die im Luftschutzkeller unter dem Gebäude
Zuflucht gesucht hatten.
Das einzige relativ unversehrt gebliebene Gebäude war das vorherige, alte Karstadthaus. Alte BarmbekerInnen werden sich erinnern: bis in die 60er Jahre hat das Kleiderkaufhaus C&A darin seine Waren verkauft, bevor es im Zuge der Straßenverbreiterung verschwand. Heute befindet sich zwischen Hamburger Straße und Oberaltenallee nur noch ein Grünstreifen.
Erst 25
Jahre später wurden nach langfristiger Klärung von Eigentumsrechten
auf der großen, brachliegenden Fläche zwischen Mundsburg
und Rönnhaidstraße (später umgetauft in Adolf-Schönfelder-Straße)
die Großbauvorhaben Einkaufszentrum Hamburger Straße
mit den Hochhäusern und Mundsburgtürmen begonnen. Karstadt
bekam einen Platz darin und gehörte wieder zu Barmbek - bis 2006.
Am 31. Dezember soll nun letzter Verkaufstag sein.
ed
BARMBINI
- die Kinderseite
Der seltsame Fisch
Es war einmal ein Pinguin und es war einmal ein Eisbär.
Da kam der Pinguin und fragte den Eisbären, ob die beiden nicht
Freunde sein wollen.
Da sagte der Eisbär: Okay, wollen wir angeln gehen?
Der Pinguin holte seine Angel.
Ich mache für uns ein Loch in den Boden.
So machte der Eisbär ein Loch und der Pinguin holte die Angel.
Hier ist die Angel rief der Pinguin und der Eisbär
rief: Hier ist das Loch!
Nach
15 Minuten war da so ein merkwürdiger Fisch, der mit den beiden
spricht. Er sagte Gut dass ihr mich geangelt habt, sonst wäre
ich jetzt im Laden in einer Dose und würde auf einer Pizza landen.
Vor Freude tranken die drei einen leckeren Tee.
Lisann Steinborn, 8 Jahre, Klasse 3b in der Adolph-Schönfelder-Schule
Frage:
Um welchen Fisch handelt es sich?
Alle richtigen Antworten nehmen an einer Verlosung teil. Die Antworten
können zu den Öffnungszeiten beim Kulturhaus Dehnhaide abgegeben
werden.
Kreatives Schreiben
Inspiriert durch das Schreiben von Geschichten im Unterricht nahmen
Kinder aus der Adolph-Schönfelder-Schule in den Frühjahrsferien
an der Ferienakademie Kreatives Schreiben teil. Veranstalter
ist die VHS und die Beratungsstelle für besondere Begabungen.
Eine Woche
lang trafen sich 40 Kinder zur WebSiteStory, d.h. Geschichten
schreiben, das Internet erkunden, lernen, mit diesem Medium umzugehen
und natürlich viel Spaß haben.
Am Ende erhielt jedes Kind ein gebundenes Heft mit allen in dieser Woche
verfassten Geschichten und eine Urkunde als Erinnerung.
Alle, die sich ausführlich darüber informieren wollen, finden
mehr Informationen unter www.webSiteStory.de
Die
BaSta-Redaktion lädt euch ein, eure Geschichten zum Abdrucken bei
uns einzureichen!

Der
Basteltip: Windmühlen
Sie sehen so lustig aus, wenn sie sich geschäftig drehen im Wind,
in allen Farben, auf Balkons. Terrassen und im Garten. Man kann sie
kaufen oder geschenkt bekommen. Ich wollte nicht darauf warten und habe
mir selbst welche gebaut - ist gar nicht schwierig!
Gebraucht
werden:
1 quadratisches Stück farbiger oder bemalter Karton oder dünner,
fester Kunststoff. 2 Perlen, eine lange, dünne Nadel mit Kopf,
ein runden oder eckigen Holzstab oder Laternenstab.
Auf dem Karton werden mit Lineal und Stift jeweils zwei diagonale Linien
gezogen. Von der Länge zwischen jeder Spitze und dem Mittelpunkt
zwei Drittel abmessen und einschneiden. (Bild 1)
|
|
Die
Spitzen werden nach innen gebogen, wie ihr seht. (Bild 2) Dazu schiebt
ihr erst eine der Perlen auf die Nadel und fädelt jede zweite
Spitze nacheinander auf, stecht anschließend durch den Mittelpunkt
des Kartons, schiebt eine weitere Perle auf die Nadel und stecht
diese fest in den Holzstab. Zwischen den Perlen muss soviel Platz
bleiben, dass die Mühle sich gut drehen kann. (Bild 3) |
Sollte
keine lange Nadel vorhanden sein, kann auch ein Stück Blumendraht
verwendet werden, der am Anfang und später am Ende zu einem
Kreis gebogen wird. Mit einem sehr dünnen Nagel oder Spiralbohrer
müsste zuvor der Holzstab durchbohrt werden.
Viel Spaß wünscht Eure Bastelhexe |
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Privat-Sandmännchen
Das solide Sandmännchen gehört glücklicherweise immer
noch zur Kindheit - wenn auch fast verdrängt von dieser Wespentaillen-Plastikfigur
mit Endlosbeinen und Blondbehang, genannt Barbiepuppe.
Wie wichtig diese Schlaf bringende, daher bei Eltern ebenfalls beliebte
Fernsehgestalt ist, erlebe ich gerade mit meiner fünfjährigen
Tochter. Eifriger denn je eilt sie bereits gegen 18.45 Uhr zum Fernseher.
Und das hat einen Grund. Clara hat Sandmännchen ein Bild geschickt.
Jeweils zwei Gemälde segeln allabendlich im Vorspann zu Sandmännchens
Abenteuern auf die Mattscheibe und werden von netten jungen Moderatoren
kommentiert.
Eines Tages
kam meine Tochter, (die von mir eine gewisse Schwäche im räumlichen
Vorstellungsvermögen geerbt zu haben scheint,) mit einem Apfelbaumbild
zu mir. Die Äpfel hingen lawinengroß an den dünnen Ästchen
eines allerdings stammgewaltigen Baums. (Eine ebenfalls dazu skizzierte,
an den Baum gelehnte Leiter verriet die Ernteabsichten des fast ameisenkleinen
Männchens, das locker unter der ersten Sprosse Platz fand.)
Das bekommt Sandmännchen, verkündete Clara mit
großem Stolz, den ich durch Kommentare über die leicht verrutschten
Größenverhältnisse nicht zu dämpfen wagte.
Kaum war
der Umschlag an den ARD-Sender im Postkasten verschwunden, hatte es
Clara auch schon eilig, nach Hause zu kommen. Mal gucken, ob sie
es gleich zeigen, gluckste sie hoffnungsvoll und offenbarte damit
auch eine gewisse Schwäche in der zeitlichen Vorstellungskraft.
Ich klärte sie über mitunter Tage verschlingende Postwege
auf und war wirklich froh, dass nach zwei Wochen Post vom Fernsehen
kam adressiert an Clara, die sich begeistert über die mitgeschickten
Gaben hermachte: ein Dankesbrief von Sandmännchen und seinen Freunden,
Luftballons, Bonbons, ein Poster, Malvorlagen und ein Kreisel fanden
sich in dem dicken Umschlag.
Dieses Lebenszeichen von Sandmännchen allerdings schürte die
Erwartungshaltung aufs Neue. Heute zeigen sie mein Bild bestimmt,
glaubte Clara und fügte auch gleich die logische Herleitung an:
Schließlich hast Du mir vorgelesen, dass sich Sandmännchen
gefreut hat und es schön findet. 18.50 Uhr: kein Bild von
Clara dabei. Dass es vielleicht doch gelungenere Apfelbaumbilder gab,
mochte ich nicht laut mutmaßen. Aber auch mein Hinweis auf die
Abertausend Werke anderer Kinder, die ebenfalls auf Veröffentlichung
hofften, konnte Claras Kummer kaum lindern. Und von Tag zu Tag wuchs
ihr Ärger ärger.
Als ein
Besuch bei ihren ansonsten heiß geliebten Großeltern anstand,
war meine Tochter gar nicht begeistert, weil sie Angst hatte, den entscheidenden
Augenblick zu verpassen. Aber wieso, Oma und Opa haben doch auch
einen Fernseher, meinte ich irritiert. - Ja, aber ich hab
doch nur unserem Sandmännchen ein Bild geschickt und nicht dem
aus dem Fernseher von Oma und Opa!
Na klar! Nun verstand ich auch die Verstimmung über unser Privat-Sandmännchen,
das Clara doch längst hätte erhören müssen. Und
erinnerte mich an meine Kindheit vor dem Radio, als ich glaubte, Heino
säße persönlich im Studio und sänge nur für
mich.
Claudia Falk
Sport, Sport, Sport
Viele Kinder aus dem Stadtteil sind nicht mehr zu halten!
Marathon
Wenn Sie in diesen Tagen die Adolph-Schönfelder-Schule besuchen
würden, sähen sie Kinder, die in ihrer Freizeit nach der Schule
engagiert trainieren. Es scheint die Zeit der Wettkämpfe zu sein.
Traditionell nehmen die Kinder beider Schulstandorte - in diesem Jahr
sind es 118! - einen Tag vor dem großen Hanse-Marathon am sog.
Zehntel-Marathon teil. Die Kinder laufen dafür 4,2
Kilometer rund um die Messehallen. Sie tragen gelbe T-Shirts mit dem
Logo der Schule. In diesem Jahr starteten am 22. April insgesamt über
3600 SchülerInnen.
In der Klasse 3b schrieben die Kinder vor und nach dem Marathon ihre
Eindrücke auf:
Philine schrieb vorher: Letztes Jahr hatte ich richtig große
Angst. Dieses Jahr weiß ich, dass ich es schaffen werde. Vor dem
Zehntelmarathon bin ich richtig aufgeregt im Bauch, da kribbelt es schon
ein bisschen, aber wenn alles zu Ende ist, freue ich mich, und
nachher: Als alles zu Ende war, habe ich mich gefreut. Ich musste
den Chip vom Schuh abmachen und in eine Kiste tun. Danach habe ich eine
Medaille bekommen. Ich habe mich wie eine richtige Marathonläuferin
gefühlt.
Jessy schrieb
vorher: Ich bin schon sehr aufgeregt, weil ich noch nie beim
Zehntelmarathon mitgemacht habe. Ich hoffe, dass ich nicht hinfalle.
Ich bin so aufgeregt und nachher: Ich bin ganz zufrieden
mit mir. Es war mein erster Zehntelmarathon und ich bin durchs Ziel
gekommen.
Lisann
schrieb vorher: Ich wollte zum Zehntelmarathon weil ich schon
letztes Jahr mitgelaufen bin. Wenn man an der Startlinie steht und 3,2,1
los! hört, ist das ein gutes Gefühl. Das Marathontraining
ist auch sehr anstrengend. Danach ist mir richtig heiß und ich
muss dann etwas trinken. Nach dem Zehntelmarathon bekommt jeder eine
Medaille, und nachher: Unsere Schule hat wieder den
ersten Platz gewonnen. Dafür sind wir alle gelaufen. Ich habe sogar
17-jährige überholt, weil die so lahm gelaufen sind wie eine
Schnecke! Ich bin das schnellste Mädchen aus der Klasse!
Daniel
schrieb vorher Ich habe mich zum Zehntelmarathon angemeldet,
weil es ein tolles Gefühl ist, wenn man von so vielen Leuten angefeuert
wird, die man gar nicht kennt. Beim Zehntel kann man sich einfach frei
bewegen. Erst ist man aufgeregt, aber wenn man erst einmal läuft,
dann geht es.
Jerry schrieb
vorher: Ich mache dieses Jahr beim Zehntelmarathon mit. Ich
bin sehr aufgeregt. Vielleicht schaffe ich den ersten Platz? Ich brauche
viel Schlaf und viel Power.

Schwimmen
Am 24. April folgte das nächste Highlight: Kinder der Grundschulen
Klasse 3 und 4 treffen sich zu den Bezirksmeisterschaften für
Klassen und Schulmeisterschaften. Auch hierfür wurde kräftig
trainiert. Die Schule belegte in der Gesamtwertung den 5. Platz.
Die Kinder haben ihre Erlebnisse selber aufgeschrieben:
Ich habe mich gut benommen. Ich fand, ich bin gut geschwommen.
Es ist toll vom Block zu springen. (Volkan)
Wir Mädchen haben in der Klassenmeisterschaft mit geschwommen.
Es waren auch Jungen dabei. Einige Kinder sind vom Block gesprungen,
die anderen sind aus dem Wasser gestartet. Es war toll! (Lisann)
Ich
habe fast alle Kinder überholt. Ich musste einen Kopfsprung machen.
Unsere Klasse ist 5. geworden. In der Schulmannschaft bin ich auch geschwommen.
Ich bin richtig schnell geschwommen! (Philine)
Als
wir beim Schwimmen waren, war ich sehr aufgeregt. Ich bin zweimal geschwommen.
Einmal bin ich aus dem Wasser gestartet und einmal vom Block gesprungen.
Das hat alles sehr viel Spaß gemacht. (Daniel)
Den ersten
Platz in der Beliebtheit der Kinder liegt aber zurzeit eindeutig beim
Fußballspielen.
Einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft startet das Fußballturnier
der dritten Klassen der Grundschulen. Am 8. Mai findet das große
Ereignis statt. Trainiert wird auf dem neu gestalten Schulhof, der neben
vielen anderen beliebten Spielgeräten auch über einen eigenen
Bolzplatz verfügt.
Zurzeit sind die Medien voll davon, dass Kinder sich zu wenig bewegen.
Deshalb bin ich froh, dass die Schule sich dieses Themas verstärkt
annimmt.
Die Begeisterung und das Engagement unserer Kinder zeigt, dass sie Anstöße
brauchen, aber wenn sie diese bekommen sind sie nicht mehr zu bremsen.
Vielen Dank und weiter so!
Petra Steinborn, Mutter zweier Kinder (9 und 12 Jahre)

Und
noch mehr Sport
Auch in der Hortvilla des Kindergarten Baruhle ist das Fussballfieber
ausgebrochen: Die Kinder bauen sich zusammen mit dem Praktikanten Arne,
der seine Ausbildung an der Erzieherfachschule Wagnerstraße absolviert
(rechts im Bild), originalgetreue Fussballtore.
Zuerst wurden kleine Miniaturmodelle entworfen und gebaut und nun geht
es an die Umsetzung in voller Größe. Das Foto oben zeigt
einige der engagierten BaumeisterInnen aus dem Stadtteil.
Mell-Dung!
Der Weißheit
letzter Schluss hat ja nun ziemlich lange auf sich warten lassen!
Mit bemerkenswerter Ausdauer und abgebrühter Coolness wurde das
Saisonziel nun endlich erreicht. Für diese konditionelle Höchstleistung
gibts vom olynthischen Komitee Gold für diese meisterhaften
Schinderspiele!
Doch Weißzeit war gestern, Winterschlaf Legende - Snowmotion in
memoriam!
Beim Blick in den Medaillenspiegel wird klar: Hüftgold will geschürft
werden!
Doch wie die böse Mine zum guten Spiel machen? Wann habt ihr euch
denn das letzte Mal so richtig vertrimmt oder in irgendwas verrannt?
It´s Springtime Sportsfreunde! Raus aus den Puschen und Mut zum
Profil! O Sohle mio!
Wanderwoman
hat es auch erkannt: Der Zahn der Zeit ist leider ein Kostverächter,
was Poblemzonen angeht. Und wer die/den Wal hat, hat die Qual!
Konzeptionelles Powerwalken bietet die vermeintliche Lösung für
diese propperen Atmungsaktivisten, deren Gattung meist weiblich und
im Wesen(tlichen) sehr kommunikativ ist. Sie tauchen selten alleine
auf, sondern meistens zu mehreren anatomisch so lückenlos formiert,
dass der wackelnde Wanderweg temporär komplett unpassierbar ist.
Die verbale
Akustik spielt sich kichernd im Hochfrequenzbereich ab, während
die trampelnden Hufe dieser hodenlosen Herde eher schwerfällig
bis gar nicht den weichen Waldboden verlassen. Wer so einem mobilen
Einsatzkommando in Gegenrichtung begegnet, sollte sich nicht auf seinen
Sportsgeist verlassen, sondern lieber flugs die Richtung wechseln oder
einen Baum bespringen.
Vierbeiner, die sich weit unter Augenhöhe dieser schallenden Mauer
befinden, mögen sich rasch ins Dickicht schlagen, wenn sie nicht
längst, ob der erdbebenden Vibration, dorthin katapultiert wurden.
Wo diese Grazien walzen, wächst kein Gras mehr! Auch ausbuchtende
Fettpölsterchen werden früher oder eher später planiert
sein; verspricht die illustre FREUNDIN!
Hat sich
diese parfümierte, schwerwiegende Staubwolke verflüchtigt,
profitiert eine andere Spezies Sportivling von dieser Laufmasche: Der
AsketAthlet!
Als hagerer Ausbund der Lungenlobby schwebt er federleicht und meist
spärlich bekleidet über das nun ebenmäßige Geläuf.
Ein Gürtel bestückt mit vielen, kleinen Trinkfläschchen,
sowie zwei triefnasse Schweißbänder und ein ebenso geflutetes
Mottoshirt halten ihn vermutlich davon ab, gänzlich abzuheben.
Gleichmäßigen
Schrittes, anmutig wie ein Storch im Salat, absolviert dieser Tippelbruder
Distanzen, die der örtliche Nahverkehr nicht mal zukünftig
in den Fahrplan aufnehmen wird. Anstatt sich wörtlich zu artikulieren,
wird einem als Aussengehender höchstens mal ein Piepsgeräusch
des Pulsmessers oder ein Pupslaut aus dem Analbereich zuteil!
Marathollas dieser Art sind halt echte Vollstrecker, immer am Limit
und extrem fixe Dutts! Auf die Plätze, fertig, ein Running-Gag!
Aber auch
für den 08/15-Kilometerzähler hat die Wetterampel auf Grün
geschaltet, von Null auf O2, saurer Stoffwechsel für alle Johnny
Walkers, per pedes auf den Spuren von ForestJump, Endspurt, der Weg
ist das Ziel!
Marschmello in mission for GO
Schuhbidu
eure Mellos
"Schwere
Zeiten" im Kindesalter
Neue
Gruppe für übergewichtige Kinder in Barmbek
Rallye
Energy, ein Programm aus Ernährungsinformation, Psychologie und
Bewegung, lässt seit zwei Jahren in sieben Hamburger Stadtteilen
überflüssige Pfunde purzeln. Interessierte Eltern von übergewichtigen
Kindern sollten sich jetzt informieren, denn im Juni beginnt in Barmbek
eine neue Gruppe, für die noch Teilnehmer/innen gesucht werden.
Rallye Energy wird seit 2 Jahren in Kooperation mit der Zentrale für
Ernährungsberatung e.V. an der Hochschule für angewandte Wissenschaften
Hamburg und dem Verein Sport-Spaß in sieben Hamburger Stadtteilen
angeboten, auch in Barmbek.
Der Kurs
beginnt voraussichtlich am 1. Juni (Dauer 1 Jahr), er findet immer Donnerstags
von 16 bis 18.30 Uhr statt. (16-17 Uhr Sport und 17-18.30 Ernährung)
für Mädchen und Jungen im Alter von 8-12 Jahren, evtl. in
zwei gleichgeschlechtlichen Gruppen.
Die DAK, die Hamburg-Münchener Krankenkasse und weitere Kassen
erstatten bei regelmäßiger Teilnahme einen Großteil
der Kosten. Voraussetzung ist eine Bescheinigung vom Kinderarzt. Da
es oft etwas dauert, bis die Familien wissen, ob und wie viel die Kasse
bezahlt, sollten sie sich schnellstmöglichst mit der Kursleiterin
für Barmbek in Verbindung setzen. Möglich ist auch eine Schnupperstunde
für Neuinteressierte oder in den laufenden Gruppen.
Mehr erfahren Sie auf der Webseite www.rallye-energy.de und bei der
Kursleiterin:
Dipl.
oec. troph. Janina Klein
Jarrestr. 96, 22303 Hamburg
Tel. 63 91 58 76 oder 41 62 23 58
Training für
RollstuhlfahrerInnen
Kostenloses
Training zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für Menschen
mit Behinderung
Die
Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG)
e.V. bietet ein kostenloses Training im öffentlichen Personennahverkehr.
Wir möchten mit unserem Training Menschen mit Behinderung dabei
unterstützen, öffentliche Verkehrsmittel in Hamburg zu nutzen
und somit mehr Selbständigkeit und mehr Teilhabe am Leben in der
Gesellschaft zu entwickeln. Es richtet sich an Personen mit Einschränkungen
im Bereich Mobilität, Orientierung, Wahrnehmung und/oder Kommunikation.
Die Mitarbeiterin des Vereins (Sozialpädagogin Silke D., Foto),
selbst Rollstuhlfahrerin, erkundet und trainiert mit den TeilnehmerInnen
von deren Wohnung aus die Möglichkeiten, Busse, U- und S-Bahnen
zu nutzen. Anregungen und Tipps zu weiteren Fragen des Lebens mit einer
Behinderung werden gegeben.
InteressentInnen melden sich bei:
Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V.
Silke Dammann, Richardstr. 45, 22081 Hamburg,
Tel: 29 99 56 66, Fax: 29 36 01, E-Mail: post@lagh-hamburg.de
S. Dammann
Dütt un
datt op Platt
Erbauliches von Helga
Kelling
De
Flimmerkist
Datt een geiht mi nich in´n Kopp;
ick müch fröher geern inne Röhre kieken!
Jo, ick wär bannig niep door op!
Hüüt kanns mi doormit beschieten!
Inne
Talk-Show doot se legen.
Inne Krimis Knalleree,
Lüüd fallt üm, as de Flegen!
Watt schall de Balleree ?
Försters,
Dokters, Krankensüster;
och, watt sünd de alle good!!
Man, datt harrn wi doch ers güstern!
Datt löppt sick nu ok all doot!
Meenst
denn mol, datt wär dien Fall!
In´n Kabel gifft een niejes Stück!
Schalts doorhen ...datt kenns jo all!!
Door wars doch verrückt!!!
Un
denn de Werbung! Dammich!
Grood ward datt opregend ... son Malheur!
Seggt een Oma: De Koffi smeckt nich.
Door mutt gau de Krönung her!
Datt
kost Nerven! Datt segg ick juch!
Hett door nich een: Hölp mi! ropen ?
Wenn mien Erna denn inne Puuch,
is se opdreiht un kann nich slopen.
Ick
meen de Senders möten achterno
een echten Hypnotiseur hebb´n,
de denn seggt: hüüürt mi too,
ji ward möööd un kööönt nu good penn´n!
Also,
ick bruuk datt nich!
Wenn noch so fies de Killer
un egol, watt inne Flimmerkist bin´n,
ook bi denn gruligsten Thriller
sloop ick, vörr d´ Puschenkino meistdels
sowieso glieks in!!

Ganz
suutje!
Irgendwann is datt sowiet!
Denn kümmt de Tied,
wo datt nich mehr so gau geiht,
wo datt Hart kötter sleit!
Kumms offtiens ut de Puste.
Also mooks allens gaanz suutje !
Aber
door mutt jümmers watt mookt warrn !
Beets dien Kerl, de deiht gnarrn !
Sabbelst mit dien Söhn ....?
Hett datt lange Been!
Di kümmt de Gall hook! Wech blifft dien Puste!
He seggt bloot: Nu man gaanz suutje!
Datt
is för di sleggt!
Kriss datt ok sülben trecht.
Duert eben n böten länger
so, as Hexenschußinfänger.
Gau kümms ut de Puste!
Also, denn Rest mooks gaanz suutje !
Buten
fohrt n Brummer.
De Söhn, he hett Hunger.
Du geihst inne Köök.
Doorno is he mööd.
He is so bannig ut de Puste!
Seggst di, reeg di nich op! Bliev gaanz suutje!
Hess
du noch dien Führerschien
kriss bi datt Kajoln nieje Pien!
Vorr dien Nääs son ollen Gübe,
de hett Altoel in d´Getriebe!
Ut denn Utpuff kümmt swatte Puste!
Veel Gegenverkehr. He aber fohrt gaanz suutje.

Bald....
(vun Hans Hansen Palmus)
Geiht een Wind so warm un sachen
öwer´t junge, helle Gröön.
Bald ward nu in Navers Grashoff
dusend bunte Blomen blöhn.
Geiht
een Swistern un een Tuscheln
dörch den olen Wichelboom.
Bald ward nu de Sünn opwecken
Feld un Wald ut Slaap un Droom.
Spreematz
ward nu ok bald singen,
allens ward nu smuck un gröön.
Bald is Winternot vergeten,
och, wat is de Welt doch schöön!

Wat
klappert de Tähn
Wat klappert de Tähn in mien Gebiss?
De Tähndokter gäv sick jo Möh, datts gewiss!
He hett mi denn letzten Tobieter rutholt
Un de niejen heff ick düer betold!
So
geiht een datt ! Man mutt jo watt eten.
Een fein kroschet Rundstück, datt kanns nu vergeten!
So eet ick nu Swattbrot un sniet mit n Metts
Un mook lütte Happen, so geiht datt am best.
Bi mi klappert nich bloot de Tähn in datt Muul,
de Knoken, de knackt un sünd ok bannig fuul!
De Ischiasnerv, de meld sick all an,
weil de Rüch ok nich mehr so kann.
De
Baffi, de streikt männigmal dull,
Wenn mi nich infallt, watt ick nu wull ?
Doch weet ick, datt datt veel Lüüd so geiht;
Wo heet noch de Macker, de door achter rümsteiht?
Ton
Inholen schrief ick op, datt ick jo nix vergeet!
Wenn de Zettel to Huus liggt, is allens to spät!
Doch will mien Nahber denn nijsten Tratsch weten,
denn kann ick fein seggen: Datt heff ick vergeten!

Door
ward di holpen?
Ick arger mi jümmers över de blöde Werbung.
Ok Kinner kiekt in denn Flimmerkasten un lehrt dorbi verkehrtet Düütsch!
(Da werden Sie geholfen).
Mien Söhn seggt, datt datt de Sinn vonne Sook is, datt man sick
opregen deiht!
So is man in aller Munde un so wüllt de datt!
Also, ick keup nix mehr bi de, de uns Göörn to Dummbüddels
mookt!
Door
mööht sick de Politikers üm Kita-Plätze, de nix
kosten schüllt un de Werbung mookt allens wedder to Schannn.
Tjä
Verona, is datt op dien Mist wussen oder op denn vonne Werbefuzzis?
Gifft jed een Dag nieje Gesetze. Denn Blöödsinn schüllt
se man verbeden!

Ick
in´n TV
Männich een vun Juch hett datt seker in sien Puschenkino
sehn ?
Fiev Stünnen wärn wi ünnerwegens un bloot veer Minuten
lang hett datt TV datt wiest! - Süd-Barmbek wär
datt Thema un ick müss jümmers mitslarpen!
Wär
ganz schoin anstrengend! An´n Vorrdag wär ick extra bi n
Putzbüdel west un, as wi op datt Hookhuus bi Karstadt wärn,
hett datt düchtig pladdert un mien Frisur wär in´n Dutt!
De Hölpsmann
vun denn Kameramann müss denn Regenschirm över denn Filmapparat
hollen un, as de Wind ok noch orentlich bloost hett, heff ick jümmers
dacht, nu flücht de Schirm bald över Barmbek! Hoffentlich
lött he emm los, sünst seilt he noch mit aff! Güng aber
good. Na, son jungen Kerl hett jo noch Knööf!
De Kamera-Kerl
wär bannig gelenkig! As de no boben op datt Dack vun denn Bus kladdert
is, heff ick to mi seggt; datt harrs ok in jungen Jahrn nich schafft.
(Ick harr n Ledder bruukt!)
Un denn datt swore Gedriss ( Kamera un de Stellasch ) no boben.
De jungen
Lüüd op denn Markt hebbt fein mitspeelt. De Kantüffel
hett se tweemol rut-grabbelt un affwogen un dorbi wär datt noher
gornich op denn Film.
Aber datt Kulturhuus wär to sehn, as ick ringohn bin un twee Frunslüüd
vonne AWO dropen heff. All dree hebbt wi witte Haar. Siet ick datt nu
sehn heff, weet ick to welk een Kategorie ick gehör.
Tschä, lewe Gerda un Gretel, wi hüürt to datt Barmbeker
URGESTEIN!!

Streik
All wüllt se unse Moneten! Ver.di drauht mit Streik! Wi Rentners
hebbt siet Jahrn keen Erhöhung kregen!
Ick streik ok bald. Aber.. wie mook ick datt?
Ick
weet watt! Ick keup mien Fressalien bloot noch op unsen
Markt. De sünd ok nich billiger, aber aff un an kriss n Appelsin
schenkt un... de mersten Marktlüüd snackt so schoin Platt
!!
Nülich wär ick so in mien Dreih op Platt un heff anne Käsbood
so wieder sabbelt. Door binnn wär een Utlänner un de
keek mi dümmerhaftig an un sä: Wie bitte?
Gesamtschule Winterhude
Ich bin jetzt seit knapp 1 ½ Jahren in der Gesamtschule Winterhude.
Bei uns ist es nicht so wie in anderen Schulen. Davon möchte ich
nun etwas schreiben: wir lernen anders als das in anderen Schulen ist.
Wir haben nicht die Fächer Mathe, Deutsch und Englisch als einzelne
Fächer, sondern zusammen in einem Fach. Das nennt sich Kuba, was
soviel heißt wie kulturelle Basis.
Daneben
lernen wir in Projekten und so genannten Werkstätten. Die Werkstätten
wählt man alle 6 Monate neu, die Projekte sind vorgegeben und werden
für alle Teams gleichzeitig angeboten. Darin wird übergreifend
gelernt. Bisher hatten wir z.B. die Projekte Hundertwasser, Freundschaft
und Liebe, Ägypten und vieles mehr.
Wir arbeiten in Gruppen und am Ende des Projektes präsentieren
wir unsere Werke. Dabei können wir alle Hilfsmittel verwenden,
die uns zur Verfügung stehen: bei dem Projekt Freundschaft und
Liebe habe ich z.B. mit meiner Gruppe einen Film gedreht und vorgeführt.
Der Schultag
teilt sich in Kuba, Projekt und Werkstatt. Nach jeder Einheit schreiben
wir in unser Logbuch, um zu dokumentieren, was wir an jedem
Tag geschafft haben. Ein Beispiel: (Bild)
Das Logbuch hat drei solcher Spalten: eine für Kuba,
eine für die Werkstatt und eine für die Projekte. Bei Arbeitshaltung
kreuzt man an, wie man sich selber einschätzt. Ich habe keine Noten.
Jedes Kind
wählt sich Bausteine aus und arbeitet möglichst selbstständig
daran.
Wir schreiben dann eine Arbeit, wenn wir einen Baustein beendet haben.
Wir gehen dann zu dem jeweiligen Fachlehrer und der lässt uns dann
den Test schreiben. Am Ende gibt es dann ein Zertifikat, das in einem
extra Ordner Portofolio aufbewahrt wird. Das Tolle an den
Bausteinen ist, dass man sie sich selber auswählen darf: wenn man
es sich zutraut, kann man einen Baustein der Klasse 7 nehmen, auch wenn
man selber in Klasse 5 ist. Am Ende der 7 Klasse muss man alle Bausteine
erarbeitet haben.
Alle 6
Monate werden unsere Eltern zusammen mit mir und meinem Klassenlehrer
zu einem sog. Ziel- und Bilanzgespräch eingeladen. Es wird besprochen,
was ich geschafft habe und was ich mir für die nächste Zeit
vornehmen will. Die Beurteilung umfasst mehrere Seiten. Es wird Bilanz
gezogen, was ich geschafft habe, wie mein Lernverhalten war, mein Umgang
mit Lehrern und Mitschülern usw. Sowohl die Fachlehrer als auch
der Schüler füllen die Bögen aus.
An meiner
Schule wurde die Klingel abgeschafft. Wir beginnen morgens um 8:00 Uhr
und die Schule endet um 14:00 Uhr. Wir haben zwei größere
Pausen, in einer davon können wir ein Mittagessen einnehmen.
Ich bin
mittlerweile in der Klasse 6, Team blau C. Im ersten Jahr waren nur
alle 5ten Klassen zusammen, nun wurden wir altersgemischt. Ich lerne
mit Kindern von Klasse 5-7 zusammen. Wir nennen das nicht mehr Klasse,
sondern Stammgruppe, ich bin also in der Stammgruppe C.
Immer vier Stammgruppen bilden ein Team. Die Teams haben eigene Räume,
die bei uns alle blau angestrichen sind, denn ich gehöre zum blauen
Team.
Wir dürfen
uns in der gesamten Schule bewegen: wir haben ein Mediothek, in dem
ich in einer Werkstatt an der Schulhomepage gearbeitet habe oder emails
verschicke, wir haben eine wunderschöne Bibliothek mit vielen Büchern,
wir haben einen Schulgarten mit eigenen Bienen, einen großen Schulhof
und viel Platz. In der Pausenhalle stehen zwei Strandkörbe, in
denen man sich gut erholen kann, wenn man einen Platz erwischt. Seit
dem letzten Schuljahr gehört die Grundschule nebenan zu unserer
Schule.
Unsere Schule will es anders machen als andere Schulen und deshalb bin
gerne ich dort.
Es gäbe
noch vieles mehr zu berichten. Wer Interesse hat kann sich z.B. auf
der Homepage der Schule unter www.gs-winterhude.de informieren
oder unter info@meerschwein.hh.schule.de.
Wer mehr
über das Konzept und die Hintergründe wissen will, kann sich
beim Verein Reformschule informieren, bei der Initiative Blick
über den Zaun, ein Arbeitskreis der Reformschulen. In regelmäßigen
Abständen finden Winterhuder Gespräche an meiner
Schule statt, in denen verschiedene Referenten etwas zum Thema Reformschule
berichten. Beim letzten Gespräch ging es z.B. um das Thema Schule
auf Reisen.
Mehr
Informationen finden Sie unter www.reformschule-hamburg.de
Alina Steinborn
Theater an der
Marschnerstraße
Theater
im Geheimen - Das Amateurtheater VB Thalia präsentiert: Der
Raub der Sabinerinnen
Der Duft von Premierenrosen liegt in der Luft:
Am Donnerstag, den 18. Mai 2006 um 19.30 Uhr feiert Der Raub der
Sabinerinnen unter der Regie von Doris Lewerenz Premiere im Theater
an der Marschnerstraße.
Auf witzige
und intelligente Art erzählt der Schwank von Franz und Paul von
Schönthan die Geschichte des Gymnasialprofessors Emanuel Gollwitz
(Thomas Hein).
Dieser hat in seiner Jugend die ziemlich schlechte und ihm heute peinliche
Tragödie Der Raub der Sabinerinnen verfasst. Heute
ist er Familienvater, gehört er zu den Honoratioren der Stadt und
ist dort eine angesehene Persönlichkeit.
Sein Stück gerät fast in Vergessenheit. Bis es Theaterdirektor
Striese (Harry Engelhardt) in die Hände fällt. Striese hat
großes Interesse daran, das Stück auf die Bühne zu bringen,
rechnet er doch mit klingender Kasse. Erst sträubt sich Gollwitz,
aber nachdem Striese ihm versichert hat, ihn namentlich nicht zu erwähnen
und auch dafür zu sorgen, dass Gollwitz momentan verreiste
Gattin Friederike (Petra Schwarz), die generell in jedem Theater eine
zweifelhafte Lasterhöhle vermutet, nichts davon erfährt, lässt
er sich schließlich überreden.
Dumm ist nur, dass Friederike früher als geplant aus dem Urlaub
zurückkommt. Und auch Karl Groß (Erhard Lenuck), ein flüchtiger
Bekannter Gollwitz aus Berlin sorgt für Unruhe. Das Inkognito
des Professsors droht zu platzen, die Aufführung zur Blamage zu
werden. Doch da hat Strieses Frau Luise (Petra Göttsche) eine geniale
Idee
Weitere Aufführungen gibt es am Freitag, den 19. Mai und Samstag,
den 20. Mai um jeweils 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, den 21. Mai um 18.00
Uhr zu sehen.
Eintrittskarten können bereits ab 6,- Euro erworben werden. Kartenvorbestellungen
sind ab sofort bei Birgit Alsdorf (Tel.: 66 83 471) oder direkt im Theater
an der Marschnerstraße (Tel.: 29 26 65) möglich.
Amateurtheater VB Thalia v. 1879 e.V.
www.thalia-hamburg.de
Theater
an der Marschnerstraße: www.tadm.de
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