| Vorwort
Liebe Leserinnen
und Leser,
das Jahr 2005 war angefüllt mit Katastrophennachrichten, die uns
erbarmungslos aus den Medien erreichten.
Nicht nur Menschen verursachen immer neues Leid, auch die Natur lässt
uns spüren, dass die Zeit der Ruhe vorbei ist: die Erde bebt recht
häufig, der Klimawandel ist nicht mehr zu stoppen.
Ein politischer
Klimawandel hat noch unklare Konturen, von weltweiten Mechanismen sind
wir ebenso betroffen wie alle übrigen Länder, als Folge davon
haben wir bereits verschiedene Reformen zu spüren bekommen...
Die wirtschaftliche Situation im Land macht sich seit längerem
bemerkbar und auch bei uns in Barmbek Süd sind Gewerbetreibende
wie Einzelhaushalte von empfindlichen Einschnitten betroffen, die das
Leben kälter erscheinen lassen.
Eine Zeit,
in der - unabhängig von politischer Ausrichtung - Fragen gestellt
werden nach den Dingen, auf die es wirklich ankommt.
Um allen Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen, auch
denen, die mit kleinen Einkommen, Renten, sozialen Hilfen auskommen
müssen, ist sicher ein Umdenken erforderlich: die (noch) Starken
sollten sich ihrer Mitverantwortung bewusst werden, der Wert eines Menschen
kann nicht allein an sozialem Status, Karriere oder Einkommen bemessen
werden - wir haben alle mehr zu bieten und soziales Verhalten sowie
die Einbeziehung der sogenannten Schwächeren in unser soziales
Leben sind eine Herausforderung, der wir uns täglich neu zu stellen
haben.
In diesem Sinne wünscht Ihnen das BaSta-Team ein frohes Weihnachtsfest
und ein erfolgreiches
neues Jahr!
Kurzmeldungen
für Barmbek
Jubiläum
Die Bartholomäus-Therme in Barmbek Süd feierte am 5. Dezember
ihr 10. Jubiläum.
1995 wurde die Schwimmhalle in eine Therme umgebaut, ein Erlebnisbad
für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahre, das auch Dampfbäder
zu bieten hat.
Die ehemalige Badeanstalt in der Bartholomäusstraße wurde
im Jahre 1908 auf dem Gelände des ehemaligen Schützenhofes
für Baukosten von 1 Million Mark fertiggestellt eines der
wenigen historischen Bauwerke, die nach der Zerstörung des Stadtteils
erhalten geblieben sind. Es gab zunächst getrennte Schwimmbecken
für Frauen und Mädchen sowie Männer und Jungen, außerdem
77 Wannenbäder und 30 Brausebäder.
Damals waren in dem Gebäude auch eine Bücherhalle und ein
Standesamt untergebracht.
www.baederland.de

Senioren
- Begleitservice
Bis zum 23. Dezember bietet der Arbeiter-Samariter-Bund einen kostenlosen
Begleitservice für Senioren bei Weihnachtseinkäufen an. 30
Helfer stehen zur Verfügung, die ältere Menschen zu Hause
abholen, in Geschäfte begleiten, beim Tragen der Taschen helfen
und sie wieder nach Hause bringen. Fragen und Anmeldungen unter Tel.
83 39 82 45

Schuldnerberatung
in Barmbek
Im Mai 2005 eröffnete das Diakonische Werk Hamburg in der Wohldorfer
Straße 7 eine Schuldnerberatungsstelle. Jeden Dienstag und Donnerstag
von 10 bis 12 Uhr können sich Ratsuchende unter Telefon 87 87 99
70 anmelden.
Das Diakonische Werk Hamburg betreibt die anerkannte Schuldner- und
Insolvenzberatungsstelle am Hauptsitz in Altona dank großzügiger
finanzieller Unterstützung durch Prof. Jan Philipp Reemtsma, kirchlichen
Eigenmitteln und Zuwendungen der BSF bereits seit 1998. Die Erhöhung
des Fallpauschalenbudgets der Behörde für Soziales und Familie
machte die Einrichtung der neuen, mit drei erfahrenen Kräften besetzten
Außenstelle möglich.
Bundesweit sind 3,5 Millionen Haushalte überschuldet, in Hamburg
waren bis Mitte 2005 ca. 70.000 Haushalte zahlungsunfähig. Hauptursache
für die Überschuldung ist der Eintritt von Arbeitslosigkeit,
auch die Trennung vom Lebenspartner und Unerfahrenheit mit Kredit- und
Konsumangeboten spielen eine Rolle.
Die bezirkliche Schuldnerberatungen wurden eingestellt und an freie
Träger abgegeben. Bis zum Beratungsbeginn gibt es Wartezeiten von
bis zu neun Monaten, die neue Stelle der Diakonie-Schuldnerberatung
soll diese schwierige Lage lindern.
Weitere
Beratungsangebote:
- Verbraucherzentrale
Hamburg
- Altonaer
Arbeitsförderungsgesellschaft
- Hamburger
Schuldner- u. Insolvenzberatung H.S.I.
- Deutsches
Rotes Kreuz
- Hamburger
Fürsorgeverein von 1948 e.V.

Beratungen
für Arbeitslose
Die Arbeitslosen-Telefonhilfe (ATH) bietet in ihrem Be-ratungszentrum
in Barmbek Süd in der Humboldtstraße 58, weiterhin kostenlose
telefonische und persönliche Beratungen zu allen Fragen der Arbeitslosigkeit,
Hartz IV, Existenzgründungen etc. an.
Unter Telefon 0800 111 0 444 (kostenlos für Hamburg) oder 040 22
75 74 73 (für alle anderen Bundesländer) können Fragen
gestellt oder Termine vereinbart werden.

Unterkunft
für Wohnungslose
Im Bodelschwingh-Haus an der Humboldtstraße 40 wurde nach zweijähriger
Umbauphase am 18. November ein Wohnhaus für die Unterbringung wohnungsloser
Männer eingeweiht. Vierzig Bewohner leben in eigenen kleinen, möblierten
Appartements mit Kochnische, WC und Dusche und werden sozialpädagogisch
betreut mit dem Ziel einer Reintegration in die Gesellschaft. Viele
finden hier zum ersten Mal ein richtiges Zuhause.

AKTIVOLI
- Netzwerk
Am Sonntag, dem 22. Januar 2006 findet im Börsensaal der Handelskammer
Hamburg die 7. Freiwilligenbörse statt. Von 11 bis 17 Uhr werden
zahlreiche gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen ihre
Aktivitäten vorstellen. Besucher mit Interesse an ehrenamtlichem
Engagement können sich über Projekte zu informieren und an
Work-Shops teilnehmen. Essen und Getränke sowie Kinderbetreuung
werden ebenfalls geboten. Der Eintritt ist frei.
Im Stadtteilbüro
Dulsberg gibt es eine Zweigstelle des AKTIVOLI-Netzwerks, Ansprechpartnerin
ist Frau Schröder, Tel. 652 80 16, Fax 68 00 09
E-Mail: stb@dulsberg.de - www.aktivoli.de

Frauen-Klamottenflohmarkt
im Kulturhof Dulsberg am Sonntag, den 29.01.06 von 15 - 18 Uhr - nur
für Frauen!
Quillt der Kleiderschrank über von Klamotten, die schon seit mehreren
Jahren nicht mehr getragen sind? Oder ist die neue Bluse zu Hause doch
nicht mehr so schön? Dann nichts wie auf den ersten Frauen-Klamottenflohmarkt
in Dulsberg! Für Kaffee und Kuchen und eine nette Atmosphäre
zum Stöbern und Klönen ist gesorgt.
Und damit auch Mütter in Ruhe shoppen können: für Kinder
ab 6 Jahren bietet die AWO Barmbek um 15.00 Uhr im Hörsaal gleich
nebenan den Film Pippi Langstrumpf an. Eintritt für Kinder 1 €,
für Erwachsene 2 €.
Standkosten: 7 € pro Tisch (2m lang, 80 cm tief, wird zur Verfügung
gestellt, muss aber selbst auf- und abgebaut werden).
Anmeldung bis spätestens 20.01.06 im Stadtteilbüro Dulsberg,Tel.:
652 80 16 zu folgenden Zeiten: Mo 13-17.00 Uhr, Mi 10-17.00 Uhr, Di+Do
10-18.00 Uhr.

Hörbuch
Hamburg
Die Geschichte der Hansestadt zum Anhören - vielleicht ein Weihnachtsgeschenk
für Hamburg-Fans? Das Hörbuch Von der Hammaburg bis
zur Hafen- City erzählt die Entwicklung Hamburgs von der
einstigen kleinen Siedlung bis zur heutigen Metropole, gelesen von Eva
Hermann und Jochen Wiegandt. Die Doppel-CD, ein gemeinsames Projekt
von Senatspressestelle und der Verlagsgesellschaft Dahms, ist für
19.80 Euro im Buchhandel und in der Rathaus-Diele erhältlich.

WEIHNACHTSMÄRCHEN
Undine
die kleine Seejungfrau
Die kleine Seejungfrau Undine rettet eines Tages den mit seinem Schiff
verunglückten Prinzen von Ringstätten. Um ihn wiederzusehen,
begibt sie sich gegen den Willen ihres Vaters zur Meerhexe, die ihr
eine unsterbliche Seele verspricht und ein Menschendasein an der Seite
des Prinzen, dessen Liebe sie gewinnen muss. Dafür fordert die
Hexe Undines Stimme.
Eine phantastische Geschichte, in der Freundschaft und zarte Liebe im
Vordergrund stehen. Ein besonderes Theatererlebnis für alle Altersstufen
ab 4 Jahren.
Zinnschmelze,
bis 23. Dezember, Mo bis Do täglich um 9.00, 11.30 und 17.00 Uhr,
Sa + So um 14.00 + 17.00 Uhr. Maurienstraße 19, 22305 Hamburg
www.zinnschmelze.de
Frau
Holle
Das Mädchen Marie träumt wunderbaren Traum. Sie hört
Stimmen aus einem Backofen und aus einem Apfelbaum und bemerkt, dass
es sie selbst, Marie, gleich zweimal gibt in dieser sonderbaren Welt
voller sprechender Brote und singender Äpfel und dieser wunderschönen
Frau, die vorüberschwebt. Lieblingspuppe Hans Hahn steht an ihrer
Seite, als sie auf eine alte Frau teffen, die sich als Frau Holle vorstellt...
Ernst
Deutsch Theater bis 23. Dezember,
Vorführg. täglich um 16.00 Uhr
Mundsburger Damm 60, 22087 Hamburg
www.ernst-deutsch-theater.de
Das hässliche
Entlein
Das hässliches Entlein schlüpfte als letztes von 5 Geschwistern
aus dem größten Ei, das Mama Ente jemals ausgebrütet
hat. Es ist ein bisschen frech und sehr fröhlich, bis es merkt,
dass seine Brüder Grümmel, Dümmel, Lümmel und Mümmel
nicht mit ihm spielen wollen. Irgend etwas ist anders an ihm, es sieht
auch anders aus...
Das hässliche Entlein beschließt fortzugehen, um seinen Platz
in dieser Welt zu finden, wo es große Abenteuer bestehen wird.
Märchen mit Musik.
Theater
an der Marschnerstraße bis 23. Dezember,
Di - Fr. 17.00 Uhr Di + Do. auch 11.00 Uhr
Sa. und So. 11.00, 14.00 und 17.00 Uhr
www.tadm.de
ed
BARMBINI
- die Kinderseite
Der
Basteltip: Bunte Sterne für's Fenster
Liebe Barmbinis,
ich habe heute im Bastelladen wunderschönes, farbiges Transparentpapier
entdeckt und beschlossen, daraus bunte Sterne für meine Fenster
zu basteln, damit das trübe Tageslicht von draußen trotzdem
noch ein wenig Farbe in die Zimmer bringen kann. Macht ihr mit??
Wir brauchen:
farbiges Transparentpapier, 1 Schere, 1 Lineal und 1 Bleistift, Klebstoff
für Papier.
Unser Stern hat 8 Strahlen, die einzeln gefaltet und später zusammengefügt
werden. Dazu werden 8 rechteckige Teile aus Transparentpapier geschnitten,
die 5 x 8,5 cm groß sind und aus denen wir nacheinander die Grundformen
falten.
Zuerst
wird eines der Teile in der Mitte längs gefaltet, dann knicken
wir entlang der entstandenen Linie die Ecken um: (Bild 1+2)
Anschließend
werden auf einer Seite die entstandenen zugespitzten Ecken noch
einmal nach innen gefaltet und wir erhalten eine Form, die an einen
kleinen Drachen erinnert: (Bild 3+4)
Die
umgefalteten Ecken werden vorsichtig mit dünn aufgetragenem
Klebstoff befestigt. Am besten eignen sich ein Klebestift oder Paste,
die mit dem Finger auftragen werden kann.
Die
anderen 7 Rechtecke müssen dann auf gleiche Weise gefaltet
werden. |
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Wenn
alle Teile fertig sind, fügen wir sie zusammen. Dazu legen
wir erst vier der kleinen Drachenformen an den breiteren Spitzen
aneinander, wie hier auf dem Bild dargestellt.
Die anderen vier Sternstrahlen werden auf der unteren Seite dünn
mit Klebstoff bestrichen, passend auf die ersten vier Teile gelegt
und festgedrückt.
Das Ergebnis sieht dann aus wie auf dem großen Bild.
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Wird
derStern nun mit einem Stück Tesafilm ans Fenster klebt,
seht ihr die ausgewählte Papierfarbe in unterschiedlichen
Tönen, weil das Transparentpapier in verschiedenen Schichten
übereinander liegt. Ihr könnt eine einzige Farbe verwenden,
oder einen bunten Stern basteln.
Soll
der Stern eine andere Größe haben, müsst ihr beim
Zuschneiden der Einzelteile ein Seitenverhältnis von 1 :
1,7 berechnen, das heißt, die Länge ergibt sich aus
dem Maß der Breite mal 1,7.
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Ich wünsche
euch viel Spaß und viele schöne Sterne! Eure Bastelhexe

Grüne
Hose auf Wanderschaft
oder: Gnadenbrot für Leo
Es ist immer gut, wenn man als Mutter eine Freundin mit älteren
Kindern hat.
Man profitiert von ihren Erfahrungen mit kleineren und größeren
Erziehungssorgen und: Der Geldbeutel wird geschont, da immer mal wieder
abgelegte Sachen vererbt werden.
Vor einiger
Zeit schenkte Marions Tochter Leonie meiner Clara eine grüne
Latzhose. Ein gut erhaltenes Stück aus robuster Baumwolle, auf
dessen Latz ein lustiger Löwe prangte. Meine Tochter liebte den
Löwen und damit die Hose. Doch es kam der Tag, an dem die Verstellbarkeit
der Träger und damit die Tragezeit ausgereizt waren. Aber wie gut,
dass ich auch eine Freundin habe, die ihre Tochter ein Jahr später
zur Welt gebracht hatte. Marens kleine Nele fand grün toll.
Und die Mutter das bügelfreie Beinkleid - flugs hatte die Latzhose
eine neue Besitzerin gefunden. Gut, der Löwe leuchtete nicht mehr
so frisch wie einst, aber Nele war zufrieden.
Natürlich
hat auch Maren Bekannte mit jüngeren Kindern. Und wie sie mir versicherte,
habe sie die zu eng gewordene Baumwollbüx einem Löwen-begeisterten
Mädchen anvertraut, dessen rote Haare obendrein famos mit dem inzwischen
leicht verblichenen Grün harmonieren.
Weiter
konnte ich den Weg der Wanderhose nicht verfolgen. Andere Dinge beschäftigten
mich auch mehr, denn meine Freundin Marion hatte überraschend noch
einen Nachzügler bekommen: Jan. Ein süßer Bengel, der
allerdings nun schlecht dran war. Jedenfalls, was die Vererbungskette
von Kindertextilien betraf. Alle Kleidungsstücke waren längst
an den jüngeren Nachwuchs unserer Freunde verteilt, und Mädchensachen
waren vielleicht auch nicht das Wahre für Jan. Obwohl: Die grüne
Latzhose war eigentlich ein Unisex-Prachtstück gewesen. Und so
praktisch.
Marion
beschloss, die Gebrauchtkleider-Lücke auf einem Kinder-Flohmarkt
zu schließen, und ich begleitete sie dabei. Wir schlenderten an
Fahrradsitzen, Vaporisateuren, Hüpf-Pferden vorbei, durchwühlten
Kisten und Kartons mit Pullis, Bodys und T-Shirts, Jacken und auch allerlei
Hosen. Aber entweder waren sie langweilig, zu klein, zu groß oder
zu verschlissen.
Wir wollten
schon gehen, als ich sie sah. Zuerst den Rotschopf und dann die grüne
Hose mit so etwas wie einem gerupften Tier auf dem Latz.
Von
Müttern umringt, pries das rothaarige Mädchen unseren alten
Bekannten an: Nur zwei Euro für die Leo-Hose! Marion
überlegte nicht lange. Ich geb dir 2,50, rief
sie mit Rührung im Gesicht, schnappte sich die Hose und beschloss,
dass Leo bei Jan sein Gnadenbrot bekommen sollte.
Claudia Falk
Seniorenspecial:
Alter und Pflege
Das
Modellprojekt "Pflegebegleiter"
Unterstützung
für pflegende Angehörige
Ca. 29.000
pflegebedürftige Menschen in Hamburg werden zu Hause versorgt,
überwiegend von den eigenen Angehörigen, die oft bis an die
Grenzen ihrer Kräfte aktiv sind und kaum Zeit für sich selbst
haben. Überlastungen ziehen oft eigene Isolation und Erkrankungen
nach sich. Das bundesweite Modellprojekt Pflegebegleiter
soll diesen Angehörigen Unterstützung anbieten.
Pflegebegleiter
und begleiterinnen sind ehrenamtlich tätige Menschen, die
dafür ausgebildet sind, belasteten pflegenden Angehörigen
zur Seite zu stehen und deren Lebenssituation zu verbessern.
Sie haben spezielle Schulungen absolviert und gehören jeweils zum
Team eines sogenannten Pflegebegleiter-Treffpunkts, der an eine professionelle
Einrichtung angebunden ist. Die Qualifizierung findet an 12 Tagen in
einem Zeitraum von einem viertel Jahr statt und ist kostenfrei. Sie
beinhaltet theoretische und aktuelle Einblicke in und um das Thema Pflege
im Alter, sowie Praxiserkundungen.
In Hamburg
gibt es bisher drei Standorte für Pflegebegleitergruppen: Eimsbüttel,
Wandsbek und Barmbek. Die Gruppe in Barmbek kooperiert eng mit dem Hamburger
Seniorenbüro und dem sozialen Träger Alter & Pflege, der
auch Tagespflegestationen betreut.
Praxis
der Pflegebegleiter
Pflegebegleiter/innen haben offene Ohren für die Situation der
Angehörigen und Pflegebedürftigen: sie hören zu und nehmen
wahr, welche Umstände in der Pflegesituation besonders belastend
sind und welche Wünsche zur Veränderung der Lebenssituation
geäußert werden. Gemeinsam mit den pflegenden Angehörigen
wird überlegt, wie es weitergehen kann und wo Unterstützung
benötigt wird und gefunden werden kann.
Pflegebegleiter
kennen oder erkunden Wege zur Verbesserung und Entlastung von Überforderungssituationen.
Sie nutzen vorhandene Institutionen und Netzwerke im Stadtteil, kooperieren
mit Einrichtungen und Selbsthilfegruppen und begleiten die Angehörigen
über einen miteinander vereinbarten Zeitraum. So können auch
stadtteilbezogene Angehörigennetzwerke entstehen, die gegenseitige
Unterstützung ermöglichen.
ed
Kontakt:
Wenn Sie als pflegende Angehörige Unterstützung oder Beratung
benötigen oder als Freiwillige Interesse haben an einer Ausbildung
zur Pflegebegleitung, erhalten Sie weitere Informationen unter folgenden
Anschriften:
Seniorenbüro
Hamburg e.V.
Steindamm 87, 20099 Hamburg
Tel. 30 39 95 07, Fax 30 39 95 08
Homepage: www.seniorenbuero-hamburg.de
Alter
und Pflege e.V.
Krausestraße 23, 22049 Hamburg
Tel.: 63 64 47 33, Herr Sippel: 63 20 15 24
eMail: info@alterundpflege.de
Homepage: www.alterundpflege.de
Pflegetelefon
Hamburg
Hammerbrookstr. 5, 20097 Hamburg
Tel. 28 05-38 22, Mo-Fr 9.00 - 13.00Uhr
Homepage: www.pflegetelefon-hamburg.de

Weihnachtsgeld
wird nicht gestrichen
Im November erschien in den Tageszeitungen die Meldung über eine
böse Überraschung für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen:
im Zuge der Hartz-Reformen müssen sie in diesem Jahr
erstmals auf ihre Weihnachtsbeihilfe in Höhe von 33 Euro verzichten.
Mehr als 11000 Menschen in Alten- und Pflegeheimen oder in der stationären
Behindertenhilfe wären betroffen, weil ihre eigenen Renten nicht
für die Unterbringung ausreichen und deshalb die Sozialhilfe (SGB
XII) in Anspruch genommen werden muss.
Sogenannte einmalige Leistungen, zu denen auch die Weihnachtsbeihilfe
gehörte, wurden im Zuge der Hartz-Reformen abgeschafft und sind
- anders als im früheren Bundessozialhilfegesetz - nicht mehr vorgesehen.
Bewohner stationärer Einrichtungen, die Hilfe zum Lebensunterhalt
bekommen, erhalten davon nur ein monatliches Taschengeld in Höhe
von rund 90 Euro, von denen alle persönlichen Unkosten zu bestreiten
sind. 33 Euro sind dann viel Geld.
Nach heftigen Protesten aus den Heimen und von großen sozialen
Trägern wie dem Diakonischen Werk hat die Behörde für
Soziales und Familie entschieden, den Barbetrag für Heimbewohner
im Monat Dezember um die bisherigen 33 Euro zu erhöhen. Hierzu
gibt es in den Bundesländern unterschiedliche Auffassungen und
Handhabungen.
ed

Pflegerische
Versorgung bleibt gesichert
Die Behörde für Soziales und Familie legte ihre Rahmenplanung
bis 2010 vor und stellt fest, dass es in Hamburg ausreichende Versorgungsangebote
für pflegebedürftige Menschen gäbe. Dies werde sich in
den nächsten Jahren auch nicht ändern, wie aus der Rahmenplanung
der pflegerischen Versorgungsstruktur hervorgeht.
Die neue
Rahmenplanung leistet eine Bestandsaufnahme der aktuellen Pflegeangebote,
prognostiziert den zukünftigen Hilfebedarf und enthält grundsätzliche
Weichenstellungen für eine Stärkung der häuslichen Pflege
und der Entlastung von pflegenden Angehörigen.
Die wichtigsten
Inhalte sind:
Zahl der Pflegebedürftigen:
In Hamburg gibt es derzeit rd. 42.000 Menschen, die pflegebedürftig
im Sinne der Pflegeversicherung sind, 2010 werden es voraussichtlich
rd. 45.000 Pflegebedürftige sein.
Häusliche
Pflege:
Im eigenen Haushalt werden gegenwärtig 29.000 Personen gepflegt,
darunter 17.000 Pflegebedürftige, die ausschließlich von
Angehörigen versorgt werden. Weitere 61.000 brauchen Hilfen,
um weiter im eigenen Haushalt leben zu können.
2010 wird es voraussichtlich rd. 31.000 Pflegebedürftige und 66.000
Hilfebedürftige in privaten Haushalten geben. Zurzeit gibt es zur
Unterstützung der häuslichen Pflege ausreichend ambulante
Dienste. Auch für die Zukunft sind bei den Kapazitäten der
Pflegedienste keine Engpässe zu erwarten.
Pflegeheime:
In Hamburg gibt es 139 Heime mit rd. 15.100 Plätzen und rd. 14.500
Bewohnern. Im Jahr 2010 werden voraussichtlich etwa 15.800 Plätze
benötigt werden. Diese Plätze werden durch die schon jetzt
erkennbaren Aktivitäten von Trägern und Investoren vorhanden
sein.
Schwerpunkte
in der Pflege:
Der Schwerpunkt der vorgesehenen Maßnahmen in der Rahmenplanung
liegt in der Stärkung der häuslichen Pflege und der Entlastung
von pflegenden Angehörigen.
Geplant ist darüber hinaus die Förderung von teilstationären
Pflegeangeboten in der Tages- und Kurzzeitpflege, u.a. durch die Entlastung
von den Investitionskosten. Damit sollen Tages- und Kurzzeitpflegeangebote
als Alternativen zum Heim ausgebaut werden. Auch der Ausbau von Wohngruppen
für dementiell erkrankte Menschen wird künftig verstärkt
unterstützt.
In den Heimen soll der Aufwand bei der Dokumentation der Pflegeverrichtungen
reduziert werden, damit die Pflegekräfte mehr Zeit für die
direkte Pflege haben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Hospizarbeit in der
stationären Pflege.
Der Entwurf
der vorgelegten Rahmenplanung wurde intensiv im Landespflegeausschuss
diskutiert. Zahlreiche Anregungen des Ausschusses wurden in die Planung
übernommen.
Die vollständige Rahmenplanung der pflegerischen Versorgungsstruktur
ist im Internet erhältlich unter www.bsf.hamburg.de
ed
Rückfragen:
Behörde für Soziales und Familie,
Pressestelle
Tel: 4 28 63 - 39 35, Fax: 4 28 63 - 38 49
E-Mail: pressestelle@bsf.hamburg.de
Neues von Kellalien
Hi liebe
Erdlinge,
Ihr habt hier auf diesem Planeten schöne Bräuche zur Weihnachtszeit.
Ich versteh zwar nicht alles, aber es klingt komisch.
Z.B.
wenn in Dänemark, wie mir der Däne Lars Buttercup erzählte,
ein Geldstück im festlich zubereiteten Reis versteckt wird, damit
die Kinder sich kugelrund essen an derlei Dingen.
Nebenbei, Lars Buttercup (zu deutsch: Butterblume) ist ein Universaltalent
der Musik und wir freuen uns, dass er uns die Erlaubnis gab, ihn für
den Titel zu fotografieren.
Wenn skandinavische Popstars schon mal nach Barmbek Basch kommen, dann
sollte man es auch gleich im Bild festhalten!
Zu den
Bräuchen hier gehören ja auch die schönen Geschenke.
Liebe große Erdlinge, wenn ihr etwas schenkt mit Batterien, dann
denkt bitte daran, dass Batterien die mit in der Packung sind, meistens
nicht mal den Halben oder den halben (h)eiligen Abend überstehen.
Auch wenn es blöd teuer ist, besorgt gleich ein paar gute Batterien
mit - an der Tankstelle am 1ten Weihnachtstag sind sie eh teurer und
die kleinen Erdlinge haben Spaß bis zum Einschlafen.
Die Weihnachtszeit
zeichnet sich auch manchmal dadurch aus, dass große Papas mit
den Kleinen die gleiche Höhe einnehmen. Wenn die Autorennbahn zusammen
gebaut ist von Vaters, dann hat er es sich auch verdient
mit der selbigen mal ne Runde zu drehen, oder? Nur, Papas der Erde,
nehmt den Aschenbecher gleich mit auf den Teppich, eh die Glut auf den
Boden fällt und Mama explodiert, hihi.
Toll finde ich es, wenn sich um die Älteren zur Weihnachtszeit
sehr gekümmert wird. Solange jemand zusieht, wird dann auch mal
der eigenen Frau aus dem Mantel geholfen. *Grins*
Als ich
ca.20 Jahre alt war, hatte ich ein Paar Rollerskates zu Weihnachten
bekommen.
Stimmt, ich war schon ein wenig alt vielleicht, aber es waren ja Discoroller,
ahem. Es lag kein Schnee den Heiligabend und ich düste sofort los.
Ich traf nacheinander dann 2 Freunde zufällig, die 5 Jahre älter
sind als ich und ebenfalls auf ihren Discorollers unterwegs waren....
So haben wir dann gleich unser Essen gut verdauen können.
Das
einzige was die kleinen Damen der Erde wahrscheinlich stören könnte
zu Weihnachten, ist
die Trennung von Barbie und Ken, oder?
Ich wünsche
allen lieben Erdlingen viel Spaß und ein frohes Fest!
Euer Kellalien
Dütt un
datt op Platt
Erbauliches von Helga
Kelling
Marktlüüd
Bi unsen
Markt snackt veele Platt un datt gifft männigmal een drulliget
Gesabbel! Ick keup mi jed een Week tein söte Saftappelsins ton
Utquetschen bi jim. Aber, wenn datt so koold is, as datt letzt wär,
denn doot mi de Marktlüüd bannig leed!
Schall ick juch ´n Koffi rünnerbring´n?
heff ick letzt froogt.
De een harr sien Thermosbuddel dorbi, aber de anner harr geern een hatt.
Ick heff emm denn een Beker rünnerbrocht un he hett mi twee Appels
schenkt.
Door heff ick mi freit!
Sühst woll, datt sünd de lütten Gesten, de uns ook datt
Hart warm mookt!

Fuulheit
lot los
Watt sünd
datt bloot föör Lüüd, de to fuul sünd eer Pappkartons
twei to rieten ?
Se packt eern Backbeernmus eenfach neven denn Container!!
Süht bi de Post jümmers ut, as op de Müllhalde!
Een Tipp vun mi: lütte Kartons kanns vorrher mit de Fööd
platt moken!
Feste obpedden!!!
Wenn Du dorbi an Dien Boss, de Di argert hett denkst, bringt datt sogor
Spass!!

Ick, een Opfer vonne Gesundheetsreform!
Ick heff
bannig Wehdag in mien rechten Arm. Datt heff ick allmol hat. Hebbt de
Physio-Therapeuten fein wedder wechkregen. Wull ick dittmol wedder henn.
Aber mien Huusdokter harr meent: Sie müssen ja sowieso zum
Orthopäden, soll der es man aufschreiben. Nu hett de Orthopäde
ers in veer Weken een Termin för mi. Mutt ick also töben.
Veer Weken Wehdag sünd n lange Tied!

De letzten
Glimmstängels
Een Abend
kööm mien Jung mit twee Frünn to mi no boben ton Glas
Wien.
Ick heff mi freit. Harr ick mal Besöök!
All dree wärn Smeukers, aber ohn Zigarretts!
Ick harr noch n poor inne Schachtel, aber de güng ´n
denn ok op ´n Rest!
Toletzt harr ick noch twee von de Dinger. Een heff ick schmöökt
un de letzt heff ick denn op denn Disch smeten un heff seggt: Haut
juch door rüm!
Se hebbt sick nich haut!
Nee, de letzt Glimmstängel güng reihüm!
Jeden een hett tweemol trocken un denn wär Fofftein!!
Ick föhlte mi as bi de Indianers, de de Fredenspiep smeukt!!
Schoin, nich?
Wär een Vorrslag för uns Politikers, wenn se sick mol wedder
datt Kabbeln kricht!!

Du
bist Deutschland
Wokeen
kann mi verkloorn, worüm ick Düütschland bin?
De Kerl in´n TV wiest mit denn Finger to mi und seggt datt jümmers
wedder.
Watt hett datt mit Düütschland to dohn? Sünd de Utlänners
nich meent?
Ward de allwedder utgrenzt ? Watt wüllt se uns doormit suggereern?
Wo wär
datt mit du büst good du höllpst jeden een
büst een tollen Minschen usw. Viellicht bringt datt
watt? Wenn een datt jümmers wedder seggt ward, glööft
man dooran.
(Sowatt harrn wi doch allmol? Bloot inne verkehrte Richtung!)
Dorüm passt mi datt gornich! Ick bünn nich Düütschland!
Ick bünn Helga Kelling

Nu ward
datt ernst!
Keen nu
een nijen Pass bruukt, mutt bi datt Foto no vöörn kieken und
een ernsthaftig Snuut moken! Vun wegen de biometrischen Merkmale! Keen
door smustert oder lacht, kann nich digital erfasst werden.
Tja, een Freet hebbt wi man bloot, aber datt schall nu digital op son
Chip.
Also Lüüd, op datt Passbild nich smustern! Worüm ok ?
Wi hebbt sowieso nix mehr to lachen!!

Wi
schenkt uns nix!
Wi
schenkt uns nix,
hett mien Söhn vorrslogen,
hess keen Arger un bruuks nix besorgen!
Tschä, denn spoor ick veel Geld.
Harr ick nich all watt ut´n Katalog bestellt?
Gornix?
Ick weet nich recht.
Son lütt Deel wär doch nich slecht?
Mit leere Hann´n ton Wiehnachsfest?
Nee....datt is datt Letzt!
Bruukt
jo man bloot watt Lüttet sien!
(bringt ook Kopppien!)
Ick meen, datt is de Kasuswuppdi,
ick denk an de un överleg mi!
Mook
mi veel Gedanken
üm mien Kinner un Tanten,
de denn seggt:
Datt se door an dacht hett?
So
hett Wiehnachten sien Sinn!
Irgendwatt fallt mi woll in!
Nu loop ick ook glieks los!
Tschä, watt verschenk ick denn nu bloots???

Lewe
gode Wiehnachsmann
Lewe Gode Wiehnachsmann....,
so füng mien Riemel jümmers an.
Ick denk männigmal an mien Kinnertied.
Watt heff ick tööft! Wann wär d´ so wiet?
Kümmt he mal sülben bi mi an,
de lewe gode Wiehnachsmann?
Denn güng datt endlich rinn!
Door stünn he, schoin, as een Droom
mit veel Kringels binn´n
de smucke Wiehnachsboom!
De Lüchten danzten un mien groten Wunsch stünn door!
Een nieje Popp un ´n Poppenkoor.
Ick harr mi geern bedankt bi emm. Wär schöön.
Aber denn Wiehnachsmann kreech ick wedder nich to sehn.
He harr datt bannig ielig, sä mien Vadder,
he müss noch inne Kinnerklinik.
Föör een betolten Wiehnachsmann
hebbt de Schiens nie nich langt!!
Datt weet ick nu ers achterran!
Heff mi jümmers ditthalben beswert!
Hüüt
froog ick mi, wo to heff ick mien Riemel lehrt?

Sünnerklaas
(von
Johann Beyer)
Kiek
ins, watt is de Häwen so rot!
Datt sünd de Engels, de backt datt Brot,
se backt denn Wiehnachsmann sien Stuten
för all de lüttschen Leckerssnuten.
Nu gau de Tellers ünnert Bett
un leggt juch henn un weest recht nett!
De Sünnerklaas steiht vör de Döör,
de Wiehnachsmann, de schickt emm her.
Watt de Engels backt, datt schüllt ji probeern
un smeckt datt good, denn hört he datt geern.
Un de Wiehnachsmann lacht:
Nu backt man mehr!
Och, wenn doch man erst Wiehnachten wär!!!
Mell-Dung!
Ge-niesen Sie die dunkle Jahreszeit auch so wie ich? Hat-schies auch
schon kalt erwischt?
Also neulich, so Ende Oktober, da zogen einige kleine vervirte Rotznasen
schräg singend von Haus zu Haus und husteten süßes
oder saures in die geöffneten Türen. Happy Melloween,
der reinste Kinderwahn!
Und das
vorweihnachtliche Grippenspiel beginnt: Epi-soden oder besser demien
voller Leidenschafft in der Gaststätte Zur (Ba)Zille.
Als potenzieller Virenwirt wird mit Lokalrunden natürlich nicht
gegeizt. Me Nasa se su Nasa, geteiltes Leid ist halbes Leid.
So wird nach und nach die nähere bis weitere Umgebung systematisch
influenziert. Schwenkt einer die weiße Fahne, so ist das nicht
als Friedensangebot zu verstehen. Synchronhusten und elefantöses
Trompeten erweisen sich als akustisches Zoobehör mit Ansteckungsgarantie;
ein echt kulturelles Vergnügen. Na ja, kulturell im Sinne von bakteriell.
Hals- und
Rachenräume werden ungefragt von ganzen Kolonien solcher Gattung
bevölkert und wer es schafft, die Halsbesetzer ohne juristische
Mittel auszuwerfen, hat schon die halbe Miete gewonnen. Oft muss aber
gegen die schnoddrige Biomasse die antibiotische Keule eingesetzt werden.
Hartnäckig halten sich die Eindringlinge im Milieu versteckt und
rauben einem die Luft zum Atmen, abhusten ausgeschlossen. Wo ist bloß
der Rachendrachen (lat.Bazillosaurus) oder war´s der Happy Grippo?
Die Gesundheitspolizei ermittelt.
Wenn
die hauseigene Temperatur dann auch noch subtropische Werte erreicht
und der Frost uns schüttelt, dann haben wir Betthütepflicht
samt Schläfchen zählen auf dem Krankenblatt stehen.
Und nun
hat diese gemeine europäische Grippe doch tatsächlich neuerdings
einen einflussreichen Vertragspartner aus Asien gewonnen. Diese Abart
nennt sich zum tierischen Vergnügen aller flying flu
oder auf neudeutsch: Vogelgrippe.
Da
fragt man sich natürlich, was man von so einem fiesen, chinesischen
Hühnerhusten wohl zu erwarten hat, wenn man mit dem europäischen
Standard schon komplett zum erliegen kommt. Also, ich für meinen
Teil mach jetzt jedenfalls einen großen Bogen um Federvieh jeder
Art. Das Vogelhaus im Garten ist vorsorglich verrammelt und großzügig
abgesperrt, für Zugvögel wird keine Landeerlaubnis mehr erteilt
und zu Martins Gans habe ich auch keinen Körperkontakt mehr! Mit
anderen Worten: Ich bin vogelfrei! Doch wie schützen sich passionierte
Ornithologen vor der hochinfektiösen Federpest? Surft ab sofort
jeder simple Sittich auf der Grippewelle?
Meiner
vogelvernarrten Großtante habe ich jedenfalls dringlichst geraten,
die Koffer für ihren quietschgelben Kanarienpiepser zu packen und
ihn dahin zu schicken, wo sich seine Vorfahren ursprünglich mal
aus dem Ei gepellt haben. Bei der Gelegenheit, wer war denn jetzt eigentlich
zuerst da: das Huhn oder das Ei? Der Infekt oder der Defekt? Gehören
geflügelte Worte ab sofort auch zur Risikogruppe? Und was passiert,
wenn man mal einen zwitschert?
Werde jetzt flugs die Antikörper mobilisieren, das Immunsystem
starten und die Heilsarmee in die Krisenregion entsenden. Ente gut,
alles gut!
Hatschi la vista und gute Besserung!
Mellos
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